Ein Skandinavientief hat am Wochenende für stürmisches und kühles Wetter in Hamburg und Schleswig-Holstein gesorgt. An der Nordseeküste und an der Elbe gab es die erste Sturmflut der Saison. In Hamburg wurde am Samstagnachmittag der Fischmarkt überspült. Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) stieg das Wasser der Elbe gegen 17.30 Uhr auf 1,82 Meter über das mittlere Hochwasser. Am frühen Sonntagmorgen blieb der Scheitelpunkt in St. Pauli unter der Sturmflutmarke von 1,50 Meter. In der Nacht zum Samstag war eine Kaltfront mit Gewittern und zum Teil kräftigen Böen durch Schleswig-Holstein gezogen. In Cashagen bei Lübeck richtete ein Sturm schwere Schäden an. Mehrere Dächer wurden abgedeckt und Bäume umgerissen, wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe sagte. Menschen kamen nicht zu Schaden. Mit Blick auf die nächsten Tage gibt es bereits Entwarnung: Nach der Wasserstandsvorhersage des BSH sind vorerst keine weiteren Sturmfluten zu erwarten. In Baden-Württemberg erlebten die Menschen derweil nach jüngsten Rekordwerten einen besonderen Temperaturabsturz. Noch am Freitag waren laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Rheinfelden und Müllheim mit 30,1 Grad die bislang höchsten Temperaturen der zweiten Oktoberdekade in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 gemessen worden. Am frühen Sonntagnachmittag wurden nach Daten des DWD am Stuttgarter Flughafen nur noch etwa acht Grad gemessen, nahe Karlsruhe waren es etwa 13 Grad. Für die Nacht zum Montag kündigte der DWD sogar den ersten Herbstfrost an.
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Erste Sturmflut an Nordsee - Temperaturabsturz im Südwesten
Nun ist in Deutschland doch der Herbst da. In Hamburg wird der Fischmarkt überspült, in Baden-Württemberg müssen Menschen wenige Tage nach Rekordhöchstwerten nun auch Pullover herausholen.
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