21. Januar 2024 / Aus aller Welt

Geburtenrekord bei Kegelrobben auf Helgoland

Die Wurfsaison bei Deutschlands größten Raubtieren, den Kegelrobben, geht zu Ende. Für die beiden Aufzuchtstationen an den Küsten bedeutet das viel Arbeit. Helgoland zählte besonders viele Jungtiere.

Die Seehundstationen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein nehmen Jungtiere in ihre Obhut.
Veröffentlicht am 21. Januar 2024 um 12:31 Uhr

Die Wurfsaison bei den Kegelrobben endet bald - die beiden Seehundstationen in Niedersachsen und Schleswig-Hostein haben in den vergangenen Wochen schon Dutzende Jungtiere in Obhut genommen. In der Seehundstation in Friedrichskoog wurden in dieser Saison etwa 30 kleine Kegelrobben gepflegt, in der Station im ostfriesischen Norddeich sind es derzeit 17, wie die Einrichtungen mitteilten.

Auf Helgoland wurde unterdessen ein Geburtenrekord bei den Tieren erfasst, wie der Verein Jordsand meldete - Zahlen zu den Kegelrobben-Geburten an der Wattenmeerküste liegen noch nicht vor.

In der Wurfsaison 2023/24 wurden an einem Tag 793 Jungtiere an den Stränden der Hochseeinsel erfasst, wie Damaris Buschhaus vom Verein Jordsand sagte. «Bisher wurde in keinem Winter eine höhere Geburtenzahl auf der Helgoländer Düne gezählt.» Die Norddeicher Station teilte mit, die Aufnahmezahlen lägen in etwa im langjährigen Mittel.

Unterstützung in den ersten Wochen

In ihren ersten Lebenswochen sind die kleinen Robben sehr anfällig für Störungen. Anders als Seehundbabys können sie mit ihrem weißen, langhaarigen Babyfell zunächst nicht schwimmen, erst nach dem Fellwechsel gehen sie ins Wasser.

Der Nachwuchs der größten Raubtiere Deutschlands kommt von November bis Januar zur Welt. Die streng geschützten Tiere können ausgewachsen bis zu 2,5 Meter lang und 300 Kilogramm schwer werden.

Als angebliche Konkurrenz von Fischern waren Kegelrobben über die Jahrhunderte in der Nordsee nahezu ausgerottet worden. Seit den 1980er Jahren entstanden wieder Kolonien wie etwa auf der Helgoländer Düne.

Bei der Zählung ausgewachsener Kegelrobben im Frühjahr 2023 wurden auf Helgoland rund 1400 und im Wattenmeer von Niedersachsen und Hamburg knapp 1200 Tiere gezählt. Hinzu kamen rund 170 Kegelrobben im schleswig-holsteinischen Teil.


Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
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