18. Dezember 2022 / Aus aller Welt

Winterfreude am Adventswochenende - zum Montag Glatteis

Die Hoffnung auf weiße Weihnacht ist dieses Jahr wohl vergebens. Am vierten Adventswochenende waren jedoch Spaziergänger und Wintersportler im Schnee unterwegs. Zum Wochenstart heißt es Vorsicht auf den Straßen.

Skifahrer nutzen das Winterwetter und fahren den Feldberg hinab.

Schnee, eisige Temperaturen und Sonnenschein: Am vierten Adventswochenende waren viele Menschen in Deutschland draußen unterwegs. Im Harz zum Beispiel waren alle großen Skigebiete geöffnet, dort ging es wegen der Kälte teils früher im Dezember los als geplant. Wegen der Energiekrise hatten sich die Betreiber eigentlich gescheut, ihre Schneekanonen frühzeitig anzuwerfen - aus Angst, der Schnee könne wegtauen und die Produktion umsonst sein. Bei teils bis zu minus 13 Grad im Harz wurde der Plan aber geändert.

In Willingen in Nordhessen wurde ebenfalls mit Kunstschnee nachgeholfen. Am Samstag waren dort mehrere Tausend Fußgänger und Skifahrer bei strahlend blauem Himmel unterwegs. Auch in Bayern starteten Ski-Orte bei Bilderbuchwetter in die Wintersaison. Naturschützer machten derweil am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen auf die Umweltbelastung durch Schneekanonen aufmerksam. «Energie verpulvern - ohne uns!» stand auf Plakaten und einem Transparent.

Hilfloser Jungschwan von Straße gerettet

Im Norden Bayerns musste die Feuerwehr einen hilflosen und erschöpften Jungschwan retten: Das Tier habe am frostigen Morgen des vierten Advents auf einer Straße in Stockstadt am Main gesessen und sich kaum noch bewegt, teilte die Feuerwehr mit. Weil Schwäne nur im Wasser abheben können, konnte das unerfahrene Tier auch nicht fliegen. Die Einsatzkräfte brachten den Schwan in ein Tierheim, wo er aufgepäppelt wird, bis die Temperaturen wieder steigen.

Nach dem winterlichen vierten Adventswochenende beginnt die neue Woche mit einer gefährlichen Wetterlage: In der Nacht zum Montag und am Montagvormittag kommt milde Luft mit Regen von Westen her ins Land. Der Regen fällt auf die durchgefrorenen Böden, es droht gefährliches Glatteis. Kurz vor Mitternacht erreicht der Regen laut DWD den äußersten Westen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und breitet sich in den folgenden Stunden nach Osten aus. «Die Mitte und der Norden werden am Morgen erreicht - ausgerechnet zum Anrollen des Berufsverkehrs», sagte Sonja Stöckle von der DWD-Wettervorhersagezentrale.

Für den Rest der Woche bleibt es bei der Zufuhr milder Luft. «Bis Heiligabend ist dann fast überall auch der letzte Schnee weggeschmolzen», sagte Stöckle. «Somit heißt es erst mal: Winter ade, zu Weihnacht' kein Schnee.» Es fällt immer wieder Regen, die Tageshöchstwerte bleiben im hohen einstelligen oder sogar zweistelligen Bereich. Nur in den Hochlagen der Alpen bleibe es noch winterlich weiß.


Bildnachweis: © Silas Stein/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Kleine Artisten wachsen über sich hinaus
Allgemein

Bodelschwinghschule verlegt das Klassenzimmer in die Manege

weiterlesen...
Blitzer im Kreis Warendorf vom 06. bis 10. Februar 2023
Allgemein

Dein WAF wünscht Euch eine sichere Fahrt

weiterlesen...
Prinz Uwe II. „der Narrifant aus dem Kreideland“ regiert die WaKaGe
Allgemein

Uwe Amsbeck ist neuer Karnevalsprinz der Warendorfer Karnevalsgesellschaft

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach Todesfahrt vom Berliner Ku'damm startet der Prozess
Aus aller Welt

Das Areal zwischen Gedächtniskirche und Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin wird Schauplatz eines schrecklichen Ereignisses. Ein Auto rast in Fußgängergruppen. Nun kommt es zum Prozess.

weiterlesen...
Fast 5000 Tote nach Erdbeben in Türkei und Syrien
Aus aller Welt

Die Situation ist dramatisch, Menschen frieren, immer mehr Tote werden nach den schweren Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet gezählt. Die Hilfe kommt aufgrund widrigster Umstände nur langsam voran.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach Todesfahrt vom Berliner Ku'damm startet der Prozess
Aus aller Welt

Das Areal zwischen Gedächtniskirche und Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin wird Schauplatz eines schrecklichen Ereignisses. Ein Auto rast in Fußgängergruppen. Nun kommt es zum Prozess.

weiterlesen...
Fast 5000 Tote nach Erdbeben in Türkei und Syrien
Aus aller Welt

Die Situation ist dramatisch, Menschen frieren, immer mehr Tote werden nach den schweren Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet gezählt. Die Hilfe kommt aufgrund widrigster Umstände nur langsam voran.

weiterlesen...