Im Rechtsstreit um Schadenersatz für Betroffene und Hinterbliebene in der Grenfell-Brandkatastrophe hat ein Gericht in London einem Vergleich von 150 Millionen Pfund (170 Millionen Euro) zugestimmt. Das berichteten mehrere britische Medien aus dem Gerichtssaal im Londoner High Court. Die Summe verteile sich auf 900 einzelne Posten in der Sammelklage, so der BBC-Bericht. Eine Einigung hatte sich bereits zu Beginn des Jahres abgezeichnet, Details waren aber noch nicht bekannt. Bei dem Hochhausbrand im Londoner Stadtteil Kensington im Juni 2017 starben 72 Menschen. Das in einem der unteren Stockwerke ausgebrochene Feuer hatte sich rasend schnell über die Fassadendämmung des Sozialbaus ausgebreitet. Die Feuerwehr riet den Menschen zunächst, in dem brennenden Gebäude zu bleiben und auf Hilfe zu warten. Für viele wurden ihre Wohnungen zur Todesfalle. Zu den Beklagten gehörten den Berichten zufolge unter anderem die Bezirksverwaltung von Kensington und Chelsea, die Feuerwehr und der Hersteller der Fassadenverkleidung. Eine mögliche strafrechtliche Aufarbeitung ist durch den Vergleich nicht beeinträchtigt. Angeklagt wurde bisher jedoch niemand.
Bildnachweis: © Victoria Jones/PA Wire/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Grenfell-Katastrophe: Gericht bestätigt Millionenvergleich
Vor rund sechs Jahren ging der Grenfell Tower in London buchstäblich in Flammen auf. 72 Menschen sind damals ums Leben gekommen.
Meistgelesene Artikel
- 5. August 2026
Drei Tage Ballonzauber und Familienprogramm auf dem Lohwall
Warendorfer Montgolfiade 2026
- 18. August 2026
Taira Löbke setzt dem Jubiläum der Damengarde die Krone auf
Erst die Feuerwehr, dann der Regen und am Ende eine Königin
- 11. August 2026
Einbahnstraße auf der B64: Das müssen Autofahrer jetzt wissen
Fernwärme-Arbeiten in Warendorf sorgen ab 13. August für weiträumige Umleitung
Neueste Artikel
- 5. September 2026
Korruptionsaffäre in Monaco zieht weitere Kreise
Ein geplatztes Großprojekt, Ermittlungen und gegenseitige Vorwürfe: Die Korruptionsaffäre in Monaco nimmt weiter Fahrt auf.
- 4. September 2026
Prozess um Tod dreier Kinder in den USA endet ohne Urteil
Eine Mutter räumt ein, ihre Kinder getötet zu haben und wäre laut Berichten trotzdem fast freigesprochen worden. Ein einzelner Geschworener soll ein einstimmiges Urteil verhindert haben.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 5. September 2026
Korruptionsaffäre in Monaco zieht weitere Kreise
Ein geplatztes Großprojekt, Ermittlungen und gegenseitige Vorwürfe: Die Korruptionsaffäre in Monaco nimmt weiter Fahrt auf.
- 4. September 2026
Prozess um Tod dreier Kinder in den USA endet ohne Urteil
Eine Mutter räumt ein, ihre Kinder getötet zu haben und wäre laut Berichten trotzdem fast freigesprochen worden. Ein einzelner Geschworener soll ein einstimmiges Urteil verhindert haben.













