16. Dezember 2022 / Aus aller Welt

Ku'damm-Raser von 2016: Es bleibt Mord

Nach einem illegalen Autorennen wurde ein Mann wegen Mordes verurteilt. Er legte Verfassungsbeschwerde ein - doch ohne Erfolg. Was das für ihn bedeutet.

Das illegale Autorennen endete 2016 mit einem schweren Unfall.

Fast sieben Jahre nach einem schlimmen Raser-Unfall auf dem Berliner Ku'damm ist der wegen Mordes verurteilte Fahrer mit einer Verfassungsbeschwerde gescheitert. Die angegriffenen Entscheidungen verletzten den Kläger nicht in seinen verfassungsmäßig garantierten Rechten, teilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Freitag mit. (Az. 2 BvR 1404/20)

Der Mann hatte sich mit einem anderen Fahrer am 1. Februar 2016 kurz nach Mitternacht mitten in Berlin auf dem Kurfürstendamm spontan ein illegales Rennen geliefert. Auf einer Kreuzung rammte er mit 160 bis 170 Stundenkilometern ein Auto, das aus einer Seitenstraße kam. Dessen 69 Jahre alter Fahrer starb noch am Unfallort.

Der Fall hatte auch deshalb für Aufsehen gesorgt, weil das Berliner Landgericht zunächst beide Raser wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt hatte. Das hatte es bis dahin noch nie gegeben. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte dieses Urteil aufgehoben. Der zweite Berliner Prozess endete 2019 wieder mit zweimal Lebenslänglich wegen Mordes. 2020 hatte der BGH dann dieses Urteil für den ersten Mann bestätigt. Der zweite Ku'damm-Raser ist inzwischen rechtskräftig wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt.


Bildnachweis: © Britta Pedersen/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Chillen und Relaxen am Warendorfer Emssee
Allgemein

Einladende Aufenthaltsfläche lädt zum Verweilen ein

weiterlesen...
Neues Parksystem am Josephs-Hospital
Allgemein

Moderne Videotechnik ermöglicht schrankenfreies und papierloses Parken

weiterlesen...
Bunt zog die Parade „queer“ durch die Stadt
Allgemein

CSD Revival fast so gut wie letztes Jahr

weiterlesen...

Neueste Artikel

Cannabis und die Hirnchemie Jugendlicher
Aus aller Welt

Eine psychotische Störung zu entwickeln, ist alles andere als harmlos und kann lebenslang Folgen haben. Eine Studie bestätigt nun einen starken Zusammenhang zu Cannabis-Konsum gerade bei Jugendlichen.

weiterlesen...
Einschränkungen beim Verkauf von Lachgas geplant
Aus aller Welt

Schon seit Monaten warnen Ärzte davor, dass vor allem junge Menschen Lachgas als Partydroge missbrauchen. Dies kann schwere Gesundheitsschäden zur Folge haben. Wird die Politik jetzt aktiv?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Cannabis und die Hirnchemie Jugendlicher
Aus aller Welt

Eine psychotische Störung zu entwickeln, ist alles andere als harmlos und kann lebenslang Folgen haben. Eine Studie bestätigt nun einen starken Zusammenhang zu Cannabis-Konsum gerade bei Jugendlichen.

weiterlesen...
Einschränkungen beim Verkauf von Lachgas geplant
Aus aller Welt

Schon seit Monaten warnen Ärzte davor, dass vor allem junge Menschen Lachgas als Partydroge missbrauchen. Dies kann schwere Gesundheitsschäden zur Folge haben. Wird die Politik jetzt aktiv?

weiterlesen...