15. Januar 2025 / Aus aller Welt

Lebensmittel je nach Herkunft mit Pestiziden belastet

Die allermeisten untersuchten Karotten, Kartoffeln und Äpfel weisen nur wenig Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. Häufiger gab es Überschreitungen etwa bei Mangos, Reis und Tee.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit überprüft jährlich Tausende Lebensmittel auf Sicherheit.

Bei in Deutschland gehandelten Lebensmitteln überschritten die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln im Jahr 2023 nur selten die geltenden Grenzwerte. In häufig verzehrten Lebensmitteln wie Karotten, Kartoffeln, Äpfeln, aber auch in saisonalen Erzeugnissen wie Erdbeeren und Spargel seien kaum oder keine Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte nachgewiesen worden, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit.

Mangos, Tee, Reis und Erdnüsse eher belastet

Demnach wurden 2023 mehr als 22.000 Lebensmittelproben auf Rückstände von mehr als 1.000 verschiedenen Stoffen untersucht. Die Höhe der Belastung hing demnach besonders von der Herkunft der Erzeugnisse ab: Bei 1,0 Prozent der beprobten Waren aus Deutschland wurden die geltenden Rückstandshöchstgehalte überschritten, bei Proben aus anderen EU-Staaten waren es 1,3 Prozent. Dagegen waren es bei Erzeugnissen aus Nicht-EU-Ländern 8,5 Prozent.

Die meisten Überschreitungen bei Lebensmitteln mit mindestens 100 untersuchten Proben gab es den Angaben zufolge bei Mangos, Pfeffer, Reis, schwarzem und grünem Tee, Erdnüssen und Bohnen mit Hülsen sowie bei Kirschen. Betroffen waren hier zwischen 6,2 und 7,9 Prozent der jeweils untersuchten Proben.

Bei gut einem Drittel der beprobten Produkte wurde mehr als ein Wirkstoff nachgewiesen: «Bei einigen Lebensmitteln mit mehr als 100 untersuchten Proben wiesen mindestens drei Viertel der Proben Mehrfachrückstände auf», heißt es. «Dies betraf vor allem Kirschen, Mandarinen, Johannisbeeren (schwarz, rot, weiß), Tafeltrauben, Pfirsiche/Nektarinen, Orangen, Rosenkohl/Kohlsprossen und Erdbeeren.»

Bio-Lebensmittel deutlich weniger belastet

Lebensmittel aus ökologischem Anbau, wo im Vergleich zu konventionellem Anbau deutlich weniger Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, enthielten generell weniger Rückstände. So wiesen knapp 72 Prozent der beprobten Bio-Produkte keine quantifizierbaren Rückstände auf - bei konventioneller Ware waren es nur knapp 36 Prozent.

Werte unterhalb der Rückstandshöchstgehalte seien gesundheitlich unbedenklich, schreibt das BVL. Eine Überschreitung sei aber nicht gleichbedeutend mit einem gesundheitlichen Risiko. «Die Festsetzung eines Höchstgehaltes erfolgt ausgehend von der Menge an Rückständen, die bei ordnungsgemäßer Anwendung des Pflanzenschutzmittels zu erwarten ist», erläutert das Bundesamt.


Bildnachweis: © Sven Hoppe/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sassenberg feiert Schützenfest mit neuem König und Olaf der Flipper
Allgemein

Heino Loddemann regiert Sassenberg – Olaf der Flipper krönt ein unvergessliches Schützenfest

weiterlesen...
Freckenhorster Bürgerschützen feiern „Lucky“ am Schützenfestmontag
Allgemein

Begeisterung beim Schützenfest in der Stiftsstadt kennt keine Grenzen

weiterlesen...

Neueste Artikel

Freier Fall in die Tiefe: Apnoetaucher will Rekord brechen
Aus aller Welt

Der Apnoetaucher Minja Marinković will im Starnberger See einen neuen deutschen Rekord aufstellen. Wie fühlt es sich an, in völliger Dunkelheit und bei neun bar Druck 85 Meter tief zu tauchen?

weiterlesen...
GPS und KI: Wie viel Hightech braucht meine Mieze?
Aus aller Welt

Kann KI erkennen, ob eine Katze Schmerzen hat? Smarte Technologie ist auch für Samtpfoten im Kommen. Doch ist das alles gut für die Vierbeiner? Das sagen Tierschützer und Veterinäre.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Freier Fall in die Tiefe: Apnoetaucher will Rekord brechen
Aus aller Welt

Der Apnoetaucher Minja Marinković will im Starnberger See einen neuen deutschen Rekord aufstellen. Wie fühlt es sich an, in völliger Dunkelheit und bei neun bar Druck 85 Meter tief zu tauchen?

weiterlesen...
GPS und KI: Wie viel Hightech braucht meine Mieze?
Aus aller Welt

Kann KI erkennen, ob eine Katze Schmerzen hat? Smarte Technologie ist auch für Samtpfoten im Kommen. Doch ist das alles gut für die Vierbeiner? Das sagen Tierschützer und Veterinäre.

weiterlesen...