30. Januar 2022 / Aus aller Welt

Ölteppich verschmutzt tropischen Sandstrand in Thailand

Rohöl strömt aus einer Unterwasser-Pipeline im Golf von Thailand - und verschmutzt einen berühmten Sandstrand. Nun weiß man: Es ist wesentlich mehr Öl ausgeflossen als bisher angenommen.

Verschmutzter Strand in Thailand: Nun weiß man, dass viel mehr Röhöl ausgeflossen ist als angenommen.

Ein Ölteppich hat die Küste der bei Touristen beliebten thailändischen Provinz Rayong erreicht. Der berühmte tropische Sandstrand Mae Ram Phueng Beach rund 200 Kilometer südöstlich von Bangkok blieb daraufhin am Samstag für Besucher geschlossen, wie örtliche Medien berichteten.

Es werde über einen Monat dauern, den verschmutzten Küstenabschnitt zu reinigen, teilte die thailändische Marine den Berichten zufolge mit. Im Golf von Thailand waren am Dienstag nach offiziellen Schätzungen rund 50.000 Liter Rohöl aus einem Leck in einer Unterwasser-Pipeline der Star Petroleum Refining Company ins Meer gelaufen. Einen Tag später sei das Ausfließen des Öls gestoppt worden. Der Ölteppich hatte sich über eine 47 Quadratkilometer große Fläche erstreckt, bevor er die Küste von Rayong erreichte, wie örtliche Medien berichteten.

Die Marine und weitere Helfer versuchten nun fieberhaft, die Strände zu säubern und den Schaden einzudämmen, zitierte die «Bangkok Post» den Generaldirektor der Abteilung für Umweltverschmutzungskontrolle, Atthapol Charoenchansa. Der Einsatz von chemischem Dispersionsmittel in den vergangenen Tagen habe den Schaden möglicherweise gemindert.

Damit seien die Folgen wohl geringer als bei der Umweltkatastrophe von 2013. Damals hatte ein Leck an einer anderen Pipeline eine Ölpest verursacht und Strände in Rayong verschmutzt. Es habe Monate gedauert, die Folgen für die Fischerei und den Tourismus zu beheben.

Unterdessen wurde bekannt, dass bei dem Unglück vor zwei Wochen vor der Küste von Peru wesentlich mehr Öl ausgetreten ist als bisher gedacht. Das peruanische Umweltministerium teilte mit, dass nicht etwa 6000 Barrel (je 159 Liter) Öl ausgelaufen seien, wie zunächst geschätzt, sondern 11.900 Barrel. Der spanische Erdölkonzern Repsol, der die betroffene Raffinerie La Pampilla betreibt, sprach von 10.396 Barrel.

Das Unglück hatte sich beim Entladen eines Tankers ereignet. Hohe Wellen nach der Eruption des Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai bei Tonga hätten den Unfall verursacht, hieß es. Öl kontaminiert seither mehr als 20 Strände nördlich der Hauptstadt Lima. Der zuständige Staatsanwalt warf den Verantwortlichen der Raffinerie vor, zu spät auf die Ölkatastrophe reagiert zu haben.


Bildnachweis: © Athens Zaw Zaw/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Jetzt ist (so gut wie) Schluss!
Allgemein

Bernhard Wessel wird am 31.12. endgültig aufhören

weiterlesen...
Keine Veranstaltungen im Kolpinghaus
Allgemein

Popup-Kolpinghaus: Traum geplatzt

weiterlesen...
Westkirchener Autorin bringt Leser in die Erfolgsspur und hilft dem Frauenhaus
Allgemein

So machst du 2023 zu deinem Konfettijahr und tust sogar Gutes dabei

weiterlesen...

Neueste Artikel

Eignungstest für ältere Fahrer führt zu weniger Unfällen
Aus aller Welt

Sollten Senioren ab einem bestimmten Alter zu einem Fahreignungstest verpflichtet werden? Über diese Frage wird immer wieder diskutiert. Nun gibt es eine Studie aus Japan, die für die Tests spricht.

weiterlesen...
Kinder von Balkon geworfen - Mutter war schuldunfähig
Aus aller Welt

Fassungslosigkeit bestimmen Plädoyers und Urteil im Mordprozess gegen eine 39-jährige Mathematikerin, die ihre Kinder von einer Brüstung geworfen hat. Zum Tatzeitpunkt war sie schuldunfähig, so die Richter.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Eignungstest für ältere Fahrer führt zu weniger Unfällen
Aus aller Welt

Sollten Senioren ab einem bestimmten Alter zu einem Fahreignungstest verpflichtet werden? Über diese Frage wird immer wieder diskutiert. Nun gibt es eine Studie aus Japan, die für die Tests spricht.

weiterlesen...
Kinder von Balkon geworfen - Mutter war schuldunfähig
Aus aller Welt

Fassungslosigkeit bestimmen Plädoyers und Urteil im Mordprozess gegen eine 39-jährige Mathematikerin, die ihre Kinder von einer Brüstung geworfen hat. Zum Tatzeitpunkt war sie schuldunfähig, so die Richter.

weiterlesen...