Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland gibt an, regelmäßig Schlafprobleme zu haben. Fast jeder Dritte (knapp 32 Prozent) berichtete in einer Befragung des Robert Koch-Instituts (RKI) von Durchschlafstörungen, rund jeder sechste (gut 16 Prozent) von Problemen beim Einschlafen. Ein Teil der Befragten gab an, von beidem betroffen zu sein (fast 13 Prozent). Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung von mehr als 14.000 Frauen und mehr als 12.000 Männern im Jahr 2024. Insgesamt schlafen die Menschen in Deutschland im Schnitt schlechter als noch vor etwa 15 Jahren, wie aus dem Beitrag im «Journal of Health Monitoring» hervorgeht: Im Zeitraum 2008 bis 2011 hatten rund 30 Prozent der Erwachsenen Schlafprobleme, 2024 waren es gut 35 Prozent. Dieser Wert liegt aufgrund der doppelt Betroffenen niedriger als die Summe der Ein- und der Durchschlafstörungen. Die Autoren des Berichts haben dafür verschiedene Erklärungsansätze: Zum einen könne die gestiegene Smartphone-Nutzung eine Rolle spielen, aber auch die verschiedenen gesellschaftlichen Krisen – von Pandemiefolgen über den Klimawandel bis hin zu militärischen Konflikten. Frauen sind der Befragung aus dem Jahr 2024 zufolge häufiger betroffen als Männer. Die Experten erklären dies zum einen mit hormonellen Veränderungen etwa während Schwangerschaften oder den Wechseljahren sowie mit einem höheren Risiko etwa für Depressionen und Angststörungen, die oft mit Schlafproblemen einhergehen. Wenn Schlafprobleme länger anhalten und sich negativ auf die Leistungsfähigkeit und die sonstige Lebensqualität auswirken, kann es sich um eine Insomnie – also eine krankhafte Schlafstörung – handeln. Eine solche Störung erhöht das Risiko für psychische Störungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere negative Folgen. Die RKI-Experten empfehlen, sich ärztlichen Rat zu holen, wenn Schlafprobleme über längere Zeit anhalten. Darüber hinaus könne man sich um eine gute Schlafhygiene bemühen – also etwa feste Schlafenszeiten, keine Smartphone-Nutzung direkt vor dem Schlafen, kein Alkohol, Koffein oder Nikotin. Im Rahmen der Panel-Befragung «Gesundheit in Deutschland» befragt das RKI regelmäßig die deutschsprachige Bevölkerung in privaten Haushalten, um gesundheitliche Entwicklungen im Zeitverlauf abbilden zu können.Zunehmende Krisen könnten eine Rolle spielen
Insomnie hat Risiken
Bildnachweis: © Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mehr als jeder Dritte in Deutschland hat Schlafprobleme
Schlaflos in Deutschland: Viele Menschen wälzen sich nachts oft im Bett herum. Experten haben Vermutungen dazu, was uns den Schlaf raubt.
Meistgelesene Artikel
- 19. Mai 2026
Bei diesem Schützenfest war alles anders
Julian Beermann und Alessa Versmold regieren jetzt die Füchtorfer Bürgerschützen
Straßenkonzert von Wille Schulte Wien und Sascha Demant begeistert hunderte Besucher
- 25. Mai 2026
Rolf Möllmann holt sich den Titel „König der Könige“
Warendorfer Majestäten liefern sich packendes Vogelschießen
Neueste Artikel
Urlaubsfeeling unter freiem Himmel: Italienische Nacht reißt Besucher mit
Immer mehr Menschen entdecken die Freikörperkultur (FKK) in Deutschland neu. Auf Campingplätzen, Sportplätzen oder Wanderwegen wächst das Interesse, auch bei Jüngeren.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Immer mehr Menschen entdecken die Freikörperkultur (FKK) in Deutschland neu. Auf Campingplätzen, Sportplätzen oder Wanderwegen wächst das Interesse, auch bei Jüngeren.
Zum Christopher Street Day gibt es vom Deutschen Wetterdienst spezielle Vorhersagen für viele Städte. Was steckt hinter der Aktion?













