Kurz vor dem Thanksgiving-Fest in den USA hat ein Mann in einem Supermarkt im Bundesstaat Virginia um sich geschossen. Bei der Gewalttat am späten Dienstagabend (Ortszeit) seien sieben Menschen durch Schüsse getötet worden, darunter der Schütze selbst, teilte der Polizeichef der Ostküsten-Stadt Chesapeake, Mark Solesky, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch mit. Bei dem mutmaßlichen Täter handelte es sich um einen Mitarbeiter der Supermarktkette Walmart, wie Solesky auf Nachfrage bestätigte. Der Mann habe nach der Tat mit einer Schusswaffe Suizid begangen. US-Medien berichteten unter Berufung auf Ermittler, dass der Täter in einem Pausenraum auf seine Opfer gefeuert habe. Die Polizei äußerte sich dazu zunächst nicht und verwies auf laufende Ermittlungen. Solesky sagte, dass am Mittwoch noch vier Menschen mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt wurden. Der «Washington Post» zufolge war der Täter Teamleiter für die Nachtschicht. Er soll in dieser Funktion die Angestellten beaufsichtigt haben, die nachts die Regale bestücken. US-Präsident Joe Biden drückte den Angehörigen sein Beileid aus und betonte, dass sich die Nation gemeinsam gegen Waffengewalt wehren müsse. «Wir müssen noch mehr tun.» Der Vorfall ereignete sich zwei Tage vor Thanksgiving, als viele Menschen Einkäufe für den in den USA so wichtigen Feiertag erledigten. Um 22.12 Uhr (Ortszeit) sei die Polizei wegen Schüssen in einem Walmart-Supercenter alarmiert worden, sagte Polizeisprecher Leo Kosinski. Beim Betreten des Gebäudes hätten Beamte «mehrere Tote und mehrere Verletzte» vorgefunden. Da es sich um ein sehr großes Geschäft handele dauerte die Suche nach weiteren möglichen Opfern zunächst an. Auf Bildern und Videos waren Dutzende Polizeiautos und Krankenwagen vor dem Einkaufszentrum zu sehen. «Es ist traurig. Wir sind ein paar Tage vor Thanksgiving. Es ist eine schlimme Zeit für alle Beteiligten, vor allem für die Opfer. Es ist furchtbar», fügte Kosinski hinzu. «Gott sei Dank bin ich zu spät gekommen», sagte ein Mitarbeiter der Nachtschicht dem örtlichen Sender WAVY TV. «Wir sind schockiert über dieses tragische Ereignis», teilte der Einzelhandelsriese Walmart in einer Stellungnahme mit. Das Unternehmen arbeite eng mit der Polizei in Chesapeake zusammen. Die Stadt hat rund 250 000 Einwohner. Die für Chesapeake zuständige Senatorin Louise Lucas von der Demokratischen Partei rief auf Twitter dazu auf, die «Epidemie der Schusswaffengewalt» in den USA zu beenden. Erst am Wochenende waren bei Schüssen in einem bei Schwulen, Lesben und der Trans-Gemeinschaft populären Nachtclub im US-Bundesstaat Colorado fünf Menschen getötet und 18 weitere verletzt worden. Die Woche davor hatte ein Student auf dem Campus der Universität von Virginia drei andere Studenten erschossen. Die USA haben seit langem mit einem riesigen Ausmaß an Waffengewalt zu kämpfen. Schusswaffen sind in dem Land oft leicht erhältlich. Nach jüngsten Daten der Gesundheitsbehörde CDC wurden allein 2020 in den USA rund 20 000 Menschen erschossen - also mehr als 50 pro Tag.Das riesige Problem der Waffengewalt
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Sieben Tote nach Gewalttat in US-Supermarkt
Wenige Tage vor Thanksgiving schreckt ein neuer Schusswaffen-Vorfall die Menschen in den USA auf. Schauplatz ist diesmal eine Walmart-Filiale an der Ostküste. Über das Motiv gibt es bislang nur Mutmaßungen.
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