26. März 2024 / Aus aller Welt

Mensch und Tier gestalkt: «Problemkrokodile» gefangen

«Croc Country» wird die australische Region Queensland genannt. In den Gewässern lauern unzählige Krokodile. Zwei besonders gefährliche Exemplare müssen jetzt in den Zoo.

Die gefangenen Krokodile sollen in einer Krokodilfarm oder einem Zoo untergebracht werden.
Veröffentlicht am 26. März 2024 um 05:52 Uhr

In Australien ist es Rangern gelungen, nach Wochen vergeblicher Versuche zwei berüchtigte «Problemkrokodile» einzufangen. Besondere Sorge habe ein fast vier Meter langes Exemplar bereitet, das sich am Herbert River 125 Kilometer nördlich der Stadt Townsville auf Privatgrundstücken herumgetrieben habe, teilte die Regionalregierung von Queensland mit. Das auf den Namen «Herbie» getaufte Tier habe ihn und andere Anwohner sowie Haus- und Nutztiere regelrecht gestalkt, sagte Lawrence Perticato, der daraufhin die Behörden informierte, dem Sender «ABC».

So seien bereits mehrere Hühner eines Nachbarn dem Appetit des riesigen Krokodils zum Opfer gefallen, erzählte Perticato. «Ich habe mein ganzes Leben am Fluss gelebt und mich an Krokodile gewöhnt, und ich weiß, wann es gefährlich wird.» Er gehe normalerweise oft im Fluss angeln, habe aber wegen der Gefahr nicht einmal mehr sein Boot ins Wasser lassen können. Die Behörden dankten ihm für den Hinweis und rückten mit Fallen an.

Tiere sollen in Krokodilfarm oder Zoo

Eine zunächst im Fluss installierte schwimmende Falle habe aber keinen Erfolg gebracht. Erst als eine Falle mit Köder am Flussufer installiert wurde, sei Herbie schließlich am Sonntag ins Netz gegangen. Auch ein anderes Krokodil, das sich wochenlang an einem Wehr des Ross River nahe Townsville herumtrieb, sei gezielt aus der Wildnis entfernt worden, hieß es weiter. Das drei Meter lange Reptil habe ebenfalls aufgrund seines auffälligen Verhaltens eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dargestellt.

Die Tiere sollen in einer Krokodilfarm oder einem Zoo untergebracht werden. «Die Leute müssen aber verstehen, dass die Entfernung dieser Krokodile den Herbert River oder den Ross River nicht sicherer macht», sagte der Wildtierbeauftragte Tony Frisby.

Teile des tropischen Bundesstaats Queensland werden wegen der vielen dort lebenden Salzwasserkrokodile «Croc Country» genannt. «Die Menschen müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie im Croc Country für ihre eigene Sicherheit verantwortlich sind und in allen Wasserstraßen mit Krokodilen rechnen müssen, auch wenn es dort keine Schilder gibt», betonte Frisby. Durchschnittlich kommt es in Australien zu zwei tödlichen Krokodilangriffen pro Jahr.


Bildnachweis: © Uncredited/DEPARTMENT OF ENVIRONMENT SCIENCE AND INNOVATION/AAP/dpa
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