20. November 2022 / Aus aller Welt

Ein Hauch von Schnee - Deutschland probt den Winter

Das Wochenende brachte einen Vorgeschmack auf den Winter. Mit dem Schnee kamen allerdings auch die ersten Unfälle. Vielerorts sieht man sich für die frostige Zeit auf den Straßen jedoch gut gerüstet.

Spaziergänger gehen am Ufer des Eibsees (Oberbayern) entlang, im Hintergrund das Wettersteingebirge.

Das sah doch schon winterlich aus am Wochenende: Durch verzuckerte Landschaften stapften die Menschen über den Brocken und am Ostsee-Strand entlang. Oder wischten - zugegeben weniger romantisch - andernorts die erste Schneeschicht von ihren Autos. Auch in Berlin fielen dicke Flocken vom Himmel.

In den kommenden Tagen aber wird es schon wieder milder. Am Montag sei bereits mit Höchstwerten von 5 bis 12 Grad zu rechnen, sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag voraus. Lediglich im Nordosten und Osten der Republik bleibe es kälter. Dort erwarten die DWD-Meteorologen Höchsttemperaturen von 0 bis 4 Grad.

Mit Schneefall ist demnach zu Wochenbeginn gebietsweise noch in Thüringen und Sachsen zu rechnen. Weiter südlich könne es nur in Hochlagen zu Schnee zu kommen, ansonsten wird Regen erwartet.

Lediglich in den bayerischen Alpen könne es oberhalb von etwa 1000 Metern auch bis in den Mittwoch hinein noch teils kräftigere Schneefällen geben.

Weiße Pracht in Bayern

Schon am Wochenende hatte Bayern eine ordentliche weiße Pracht zu bieten. Von Unterfranken bis nach Niederbayern kam es am Samstag teils zu kräftigem Schneefall.

Mit dem Niederschlag kamen dann allerdings auch die ersten Unfälle, die auf den Schnee und die Glätte zurückzuführen sind. Dabei wurden im Freistaat mehrere Menschen verletzt, darunter auch Kinder.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sieht sein Land derweil gut für den Winter gewappnet. «Der Winter kann kommen, wir sind gerüstet», erklärte er am Sonntag mit Blick auf die Versorgung mit Streusalz für den Winterdienst. «Sollte es ein sehr eisiger Winter werden, bekommen wir Nachschub aus deutschen Salzlagerstätten und sind damit unabhängig von Lieferungen aus anderen Ländern.»

Gut vorbereitet ist man auch in Hessen: Dort rüstet sich Straßenbaubehörde Hessen Mobil mit Zehntausenden Tonnen von Streusalz. Landesweit seien verteilt auf 46 Straßenmeistereien 90 000 Tonnen Salz eingelagert, teilte die Behörde in Wiesbaden mit.


Picture credit: © Angelika Warmuth/dpa
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