Vier Jahre nach dem Säure-Anschlag auf den Energie-Manager Bernhard Günther in Haan bei Düsseldorf hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal Anklage gegen einen 41-Jährigen erhoben. Dem Belgier werde gemeinschaftliche schwere Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Mann soll zusammen mit einer weiteren Person den damals 51-jährigen Manager am 4. März 2018 nach dem Joggen in der Nähe seines Wohnhauses überfallen und mit hochkonzentrierter Säure schwer verletzt haben. Dem Angeklagten drohe bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe zwischen drei und 15 Jahren, hieß es laut Mitteilung. Die Staatsanwaltschaft nannte den Namen des Opfers nicht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Justizkreisen handelt es sich aber um Günther. Der Manager war zur Tatzeit Finanzchef der später von Eon übernommenen RWE-Tochter Innogy. Inzwischen hat er das Unternehmen verlassen. Innogy hatte seinerzeit eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt. In einem Interview hatte sich Günther überzeugt gezeigt, dass das Motiv hinter der Tat im «beruflichen Umfeld» liege. Der Beschuldigte war am 14. Dezember 2021 in der belgischen Provinz Limburg nach Erlass eines europäischen Haftbefehls widerstandslos festgenommen und später nach Deutschland ausgeliefert worden. Ermittlungen hatten ergeben, dass sein DNA-Profil mit am Tatort aufgefundenen DNA-Spuren übereinstimmte. Bislang hat er sich laut Staatsanwaltschaft nicht zur Tat eingelassen. Ermittelt wurde auch gegen andere Verdächtige. Unter anderem gab es im Oktober 2019 im Zusammenhang mit der Tat eine Verhaftung eines Mannes in Köln. Ein weiterer Tatverdacht habe sich aber nicht erhärtet, so die Staatsanwaltschaft. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt.Nach Deutschland ausgeliefert
Bildnachweis: © Bernd Thissen/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Nach Säureanschlag: Anklage gegen 41-jährigen Belgier
Die Staatsanwaltschaft wirft einem Belgier vor, einen Energie-Manager beim Joggen überfallen und mit Säure verätzt zu haben. Dem mutmaßlichen Täter droht eine lange Haftstrafe.
Meistgelesene Artikel
- 19. Februar 2026
Comeback in der Emsstadt: Matthias Jäger kocht wieder mit Emswasser
Vom Kolpinghaus ins Giebel & Galopp: Jägers kulinarische Rückkehr
- 6. März 2026
Neuer Anfang für alte Traditiongaststätte
Familie Zumbrink rettet Landgasthof „Zum kühlen Grunde“
- 27. Februar 2026
Abschied mit schwerem Herzen nach 103 Jahren
Mit der Schließung vom Warendorfer Traditionsgeschäft „Pechers Spielparadies“ geht eine Ära zu Ende
Neueste Artikel
- 15. März 2026
Whiskey in der Stimme, Rock’n’Roll im Blut
Dimi on the Rocks & The Firesuckers lassen es in der Alten Frieda krachen
Ob Erbstücke, Reisesouvenirs oder Kinderspielzeug: Es gibt viele ungenutzte Dinge, die man trotzdem behält. Welche geben Menschen laut einer Umfrage besonders ungern ab – und was löst die Bindung aus?
Weitere Artikel derselben Kategorie
Ob Erbstücke, Reisesouvenirs oder Kinderspielzeug: Es gibt viele ungenutzte Dinge, die man trotzdem behält. Welche geben Menschen laut einer Umfrage besonders ungern ab – und was löst die Bindung aus?
- 15. März 2026
Hamster im Greifautomat empören Chinesen
In Shenzhen sollen lebende Hamster als Preise in einem Spielautomaten feilgeboten worden sein. Laut chinesischen Medien wurde das Gerät erst nach einem Sturm der Entrüstung entfernt.













