10. September 2026 / Aus aller Welt

Philippinen: 87 Menschen nach Brand auf Fähre vermisst

Auf dem Weg ins philippinische Urlaubsparadies Coron bricht auf einer Fähre Feuer aus. Fünf Menschen sterben – von mehr als 80 weiteren fehlt jede Spur. Was löste das Flammeninferno aus?

Es sollen mehr als 130 Menschen an Bord der Fähre gewesen sein.
Veröffentlicht am 10. September 2026 um 11:04 Uhr

Nach dem Brand auf einer Passagierfähre vor der philippinischen Inselprovinz Palawan läuft die Suche nach Dutzenden Vermissten auf Hochtouren. 87 Menschen gelten als verschollen, fünf Tote wurden geborgen und 42 Insassen gerettet, wie die Küstenwache mitteilte. Die Zahlen seien aber nicht endgültig, da die Rettungsarbeiten andauerten, sagte die Sprecherin der Behörde, Noemie Cayabyab.

Das Fährschiff «MV June Aster» war am Mittwochabend (Ortszeit) auf dem Weg von der Hauptstadt Manila nach Coron, als es - zu diesem Zeitpunkt rund zwei Kilometer vor der Küste - aus noch unbekannter Ursache plötzlich Feuer fing. Cayabyab zufolge sollen 134 Menschen an Bord gewesen sein. Die philippinische Nachrichtenagentur PNA berichtete von 117 Passagieren und 17 Besatzungsmitgliedern. 

«Nach einer ersten Befragung eines überlebenden Besatzungsmitglieds brach das Feuer im Laderaum aus», betonte Cayabyab. Die Flammen sollen sich dann innerhalb weniger Sekunden schlagartig ausgebreitet haben.

Gab es genug Rettungswesten?

An der Rettung beteiligten sich neben der Küstenwache auch die Feuerwehr und andere Schiffe in der Region. Die Suche wurde durch starken Wind und hohen Wellengang erheblich behindert. Auch der Einsatz eines Hubschraubers war wegen der Wetterbedingungen schwierig.

Die Behörden haben derweil Ermittlungen zur Unglücksursache eingeleitet. Untersucht werden soll auch, ob es möglicherweise Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften gab, etwa ob das Schiff überladen war oder ob alle Passagiere mit Rettungswesten ausgestattet waren.

Verletzte werden im Krankenhaus behandelt

Auf Fotos der Küstenwache ist die völlig ausgebrannte Fähre zu sehen. Einige Passagiere sollen Berichten zufolge nach dem Ausbruch des Brandes in Panik von Bord gesprungen sein. Einige der Überlebenden mussten im Krankenhaus behandelt werden, sagte die Sprecherin des Katastrophenschutzes, Kristine Mechelle Ablaña. Die meisten von ihnen hätten Verbrennungen an verschiedenen Körperstellen erlitten.

Der Ort Coron liegt auf der Insel Busuanga. Zusammen mit der spektakulären Kalksteininsel Coron gilt die Region mit herrlichen Stränden und weltbekannten Tauchzielen als internationales Urlaubsparadies.


Bildnachweis: © Philippine Coast Guard/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

50 Jahre „Antje & ich“ – eine Beelener Erfolgsgeschichte feiert Jubiläum
Allgemein

Eine Familie, ein starkes Team und ganz viel Gastfreundschaft: ‚Antje & ich‘ sagt nach 50 Jahren Danke

weiterlesen...
Um 17:17 Uhr fällt der Adler: Alexander Suermann-Plümpe ist neuer Kreisschützenkönig
Allgemein

Spannendes Königsschießen in Oelde – Neuer Kreisschützenkönig holt mit dem 201. Schuss den Adler von der Stange

weiterlesen...

Neueste Artikel

Der Papst hat Lungenkrebs - wie sind seine Aussichten?
Aus aller Welt

Am Sonntag hatte der Papst mitgeteilt, er werde sich wegen eines Knotens in der Lunge operieren lassen. Nun steht fest: Der 71-Jährige hat Krebs. Doch wie gefährlich ist der Tumor?

weiterlesen...
15 Männer, 15 Stimmen und jede Menge gute Laune: Die Füchtorfer Goldkehlchen begeistern
Allgemein

Vom Volkslied bis zum Punkrock – Neuer Männerchor sorgt mit Humor und ungewöhnlichem Repertoire für frischen musikalischen Wind in Füchtorf

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Der Papst hat Lungenkrebs - wie sind seine Aussichten?
Aus aller Welt

Am Sonntag hatte der Papst mitgeteilt, er werde sich wegen eines Knotens in der Lunge operieren lassen. Nun steht fest: Der 71-Jährige hat Krebs. Doch wie gefährlich ist der Tumor?

weiterlesen...
Der Schaltsekunde steht das Aus bevor
Aus aller Welt

Schaltsekunden gleichen Unterschiede zwischen der unregelmäßigen Erdrotation und unseren präzisen Atomuhren aus. 27 Mal wurde bisher eine eingefügt, zuletzt 2016 - es dürfte die letzte gewesen sein.

weiterlesen...