Die auf Mallorca der Brandstiftung beschuldigten sogenannten Kegelbrüder kommen auf der spanischen Urlaubsinsel erst in knapp zwei Jahren auf die Anklagebank. Das Verfahren gegen die acht Hobbykegler aus dem Münsterland werde in der Inselhauptstadt im Mai 2028 stattfinden, teilte eine Sprecherin der mallorquinischen Justiz mit. Vom 2. bis 5. Mai werde es zunächst vier Verhandlungstage geben, hieß es. Die jungen Männer müssen sich für den aufsehenerregenden Brand einer Ballermann-Kneipe im Frühjahr 2022 verantworten. Die spanische Staatsanwaltschaft fordert für jeden der Deutschen sieben Jahre Haft. Zudem sollen sie zusammen Schadenersatz in Höhe von 100.000 Euro zahlen. Ihnen wird vorgeworfen, am 20. Mai 2022 kurz nach ihrer Ankunft auf der Mittelmeerinsel den Brand der Kneipe «Why not Mallorca» an der Playa de Palma verursacht zu haben. Sie sollen vom Balkon ihrer Hotelzimmer brennende Zigaretten und Alkohol auf das Schilfdach der Terrasse der Gaststätte geworfen haben. Die Angeklagten beteuern ihre Unschuld. Kegelbrüder erhalten Großteil der Kaution zurück Die Gruppe bestand aus 13 Urlaubern. Einer von ihnen war bereits am Tag nach dem Brand ohne Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Vier weitere hatten das Gefängnis nach rund zweieinhalb Wochen verlassen dürfen. Die restlichen acht - die sich 2028 vor Gericht verantworten müssen - saßen rund zwei Monate in Untersuchungshaft, bevor sie in die Heimat zurückfliegen durften. Die Deutschen kamen damals gegen die Zahlung einer Kaution in Höhe von 500.000 Euro frei. Die Verteidigerin María Barbancho kritisierte die Höhe der Zahlung als unverhältnismäßig und erwirkte im Februar dieses Jahres einen Beschluss des Landgerichts, einen großen Teil der Summe zurückzuzahlen. Ein Gutachter schätzte den Schaden in der abgebrannten Kneipe auf 63.000 Euro. Weitere Schäden entstanden im angrenzenden Hotel, in dem die Kegelbrüder untergebracht waren, in einer Kellerbar unter dem «Why Not Mallorca» und in einer benachbarten Wohnung. Anwältin Barbancho will die Unschuld der acht Angeklagten beweisen. Diese betonen immer wieder, sie hätten mit dem Ausbruch des Feuers nichts zu tun und lediglich bei den Löscharbeiten geholfen. Dass der Prozess so lange auf sich warten lässt, liegt an den völlig überlasteten Gerichten auf Mallorca.Gerichte auf Mallorca völlig überlastet
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Prozess gegen Kegelbrüder auf Mallorca erst 2028
Die Gerichte auf Mallorca sind völlig überlastet. Das bekommen auch die acht Hobbykegler aus dem Münsterland zu spüren, die auf der Urlaubsinsel bereits seit 2022 der Brandstiftung beschuldigt werden.
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