15. Juli 2022 / Aus aller Welt

Russland und USA einigen sich auf gemeinsame ISS-Flüge

Wie geht es in Zeiten des russischen Krieges gegen die Ukraine mit der Zusammenarbeit von Nasa und Roskosmos auf der ISS weiter? Beide Akteure habe sich nun auf «Kreuzflüge» verständigt.

Auf diesem von der Raumfahrtagentur Roskosmos veröffentlichten Videostandbild sind die Roskosmos-Kosmonauten Oleg Artemjew und Denis Matwejew während ihres Weltraumspaziergangs auf der Int...

Russland und die USA haben sich auf sogenannte Kreuzflüge zur Internationalen Raumstation ISS geeinigt. Eine entsprechende Vereinbarung über die Mitnahme russischer und amerikanischer Raumfahrer in Raketen des jeweils anderen Landes sei bereits am Donnerstag unterzeichnet worden, teilte Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos am Freitag auf Telegram mit.

«Die Vereinbarung entspricht den Interessen Russlands und der USA», heißt es von der Behörde in Moskau. So könne gewährleistet werden, dass im Falle von verspäteten oder ausfallenden Raketenstarts trotzdem immer mindestens ein Roskosmos- und ein Nasa-Mitglied auf der ISS sei. Auch die Nasa bestätigte in einer Mitteilung die Vereinbarung.

Die ersten Raumfahrer, die im Rahmen von «Kreuzflügen» im September aus dem jeweils anderen Land ins All starten sollen, sind der Astronaut Francisco Rubion und die Kosmonautin Anna Kikina.

US-Raumfahrer waren bereits bis 2020 mit russischen Sojus-Raketen vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All geflogen. Danach hoben bemannte ISS-Flüge auch wieder von amerikanischem Boden ab. Die Nasa setzt dabei auf den Raumtransporter «Crew Dragon» des privaten Unternehmens SpaceX. Russlands Kosmonauten hingegen waren zuletzt nur mit eigenen Raketen zum Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe aufgebrochen.

Angesichts von Russlands Krieg gegen die Ukraine war zuletzt gerätselt worden, wie die russisch-amerikanische Weltraum-Zusammenarbeit weitergehen werde. Insbesondere der bisherige Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin trat immer wieder als kremltreuer Hardliner in Erscheinung.

Am Freitag wurde der 58-Jährige durch den bisherigen Vizeregierungschef Juri Borissow ersetzt. Noch ist nicht bekannt, wie es für Rogosin beruflich weitergehen wird. Medienberichten zufolge könnte er entweder einen führenden Posten in der Präsidialverwaltung übernehmen oder eines der von Moskau als unabhängig anerkannten Separatistengebiete im Osten der Ukraine verwalten.


Bildnachweis: © Uncredited/Roscosmos Space Agency Press Service/AP/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Karneval? Kolpinghaus! Die Geschichte geht weiter
Allgemein

Warendorfer Karneval ist für diese Session gesichert

weiterlesen...
Kleiner Hofladen ist in seinen neuen Domizil angekommen
Allgemein

Anja Mertens befreit altes Hofladen-Konzept vom Staub der Zeit

weiterlesen...
WaKaGe feiert rauschenden Auftakt im Hause Allendorf
Allgemein

Prinz Frank I. wird als Hofsänger mit der goldenen Schallplatte ausgezeichnet

weiterlesen...

Neueste Artikel

«Plateau» bei Corona - andere Atemwegserkrankungen legen zu
Aus aller Welt

Der Rückgang der Corona-Inzidenz scheint vorerst gestoppt. Sie ist laut dem jüngsten RKI-Bericht im Wochenvergleich gleich geblieben. Doch andere Atemwegserkrankungen nehmen zu.

weiterlesen...
Die Glückszahlen für den 02. Dezember lauten
Allgemein

Adventskalender Bürgerstiftung Warendorf

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

«Plateau» bei Corona - andere Atemwegserkrankungen legen zu
Aus aller Welt

Der Rückgang der Corona-Inzidenz scheint vorerst gestoppt. Sie ist laut dem jüngsten RKI-Bericht im Wochenvergleich gleich geblieben. Doch andere Atemwegserkrankungen nehmen zu.

weiterlesen...
Wie rassistisch sind die Royals? Debatte um neuen Vorfall
Aus aller Welt

Es war ein großer Aufreger: In ihrem TV-Interview mit Oprah Winfrey warf Herzogin Meghan der britischen Königsfamilie Rassismus vor. Das Thema geriet in Vergessenheit. Nun ist es mit einem Schlag zurück.

weiterlesen...