11. Juni 2025 / Aus aller Welt

Österreichs Präsident: Waffengesetz «wird zu prüfen sein»

Der junge Amokläufer von Graz tötete zehn Menschen. Seine zwei Schusswaffen hatte er legal erworben. Nun kommt in Österreich eine Debatte über das Waffenrecht in Gang.

Das Staatsoberhaupt bringt sich in die Waffen-Debatte ein.

Nach dem Amoklauf in Graz hat Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen Österreichs relativ liberales Waffenrecht hinterfragt. «Ist die Rechtslage wirklich so, dass sie modernen Anforderungen genügt? Das wird zu prüfen sein», sagte das Staatsoberhaupt laut einem Bericht der Presseagentur APA am Mittwoch in Graz.Ein 21 Jahre alter Mann hatte am Vortag in seiner ehemaligen Schule neun Jugendliche und eine Lehrerin getötet. Der österreichische Angreifer beging Suizid. Er war mit einer Schrotflinte und einer Faustfeuerwaffe bewaffnet. Beide hatte er nach Angaben der Polizei legal besessen.

Politiker würden sich nun sicherlich der Frage widmen, «wie es sein kann, dass ein 21-Jähriger Kurz- und Langwaffe besitzt und die Möglichkeit hat, entsprechende Munition zu kaufen und dieses Unheil anzurichten», sagte der ehemalige Grünen-Chef Van der Bellen zu Journalisten.

Zuvor hatten die kommunistische Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr und eine Parlamentarierin der Grünen ein Waffenverbot für Privatpersonen gefordert. In Österreich ist für den Erwerb von Faustfeuerwaffen eine behördliche Genehmigung nötig - für Büchsen und Schrotflinten hingegen nicht.


Bildnachweis: © Erwin Scheriau/APA/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Freckenhorster Bürgerschützen feiern „Lucky“ am Schützenfestmontag
Allgemein

Begeisterung beim Schützenfest in der Stiftsstadt kennt keine Grenzen

weiterlesen...
Einbahnstraße auf der B64: Das müssen Autofahrer jetzt wissen
Allgemein

Fernwärme-Arbeiten in Warendorf sorgen ab 13. August für weiträumige Umleitung

weiterlesen...

Neueste Artikel

Lufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf
Aus aller Welt

Erneut beschädigt ein Großraumjet die Landebahn in München. Menschen kommen aber nicht zu Schaden. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen.

weiterlesen...
1.400 Jahre alte Überreste bei Ausgrabungen in Peru entdeckt
Aus aller Welt

Mitten in der peruanischen Hauptstadt Lima kommt es zu einem archäologischen Fund. Dieser soll neue Einblicke in die rituellen Praktiken in Huaca Pucllana liefern.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Lufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf
Aus aller Welt

Erneut beschädigt ein Großraumjet die Landebahn in München. Menschen kommen aber nicht zu Schaden. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen.

weiterlesen...
1.400 Jahre alte Überreste bei Ausgrabungen in Peru entdeckt
Aus aller Welt

Mitten in der peruanischen Hauptstadt Lima kommt es zu einem archäologischen Fund. Dieser soll neue Einblicke in die rituellen Praktiken in Huaca Pucllana liefern.

weiterlesen...