11. November 2025 / Aus aller Welt

Suchthilfe: Zunehmend Probleme mit Crack und Fentanyl

Abhängigkeitserkrankungen sind kein Randproblem, sondern betreffen die gesamte Gesellschaft, betonen Experten. Doch die Suchthilfe leide immer stärker unter Finanznot.

Der Konsum von Crack und Fentanyl gehört laut DHS-Suchthilfe zu den gravierenden Problemen (Archivbild)

In vielen Städten gibt es der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zufolge zunehmend Probleme mit Crack und Fentanyl. «Die Substanzen bergen für Konsumierende erhebliche Gesundheitsgefahren», warnt die DHS. Oft gehe der Konsum mit einer rapiden und dramatischen Verschlechterung der sozialen Situation Betroffener einher. 

Crack ist eine rauchbare Sonderform von Kokain, die schnell und intensiv wirkt und dabei eine kurze Wirkungsdauer und ein hohes Abhängigkeitspotenzial hat. Die am häufigsten konsumierte illegale Droge sei aktuell Crack/Kokain, sagte DHS-Geschäftsführerin Christina Rummel zum anstehenden Aktionstag Suchtberatung. Vor Fentanyl hatte jüngst auch der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) gewarnt: Es könne bereits in kleinsten Mengen zum Tod führen. 

Zehn Millionen Betroffene

Insgesamt sind der DHS zufolge rund zehn Millionen Menschen in Deutschland von einer Abhängigkeitserkrankung betroffen, quer durch alle Altersgruppen und Schichten. Neben illegalen Drogen wie Crack oder Fentanyl zählten auch Nikotin und Alkohol zu den Problemstoffen. «Abhängigkeit ist kein Randthema, sondern betrifft die ganze Gesellschaft», betont die DHS im Vorfeld des bundesweiten Aktionstags am Donnerstag (13.11.).

Hunderte Verbände und Selbsthilfegruppen wollen dann auf ihre kostenlose Beratung und Unterstützung aufmerksam machen. Zudem soll die teils drastische Finanznot in den Fokus rücken. «Schon seit Jahren weisen wir auf die finanziell schlechte Situation der Beratungsstellen hin, viele mussten bereits schließen», sagte Rummel. «Die Politik darf das so nicht weiter hinnehmen.» Es werde das Land sehr viel mehr kosten, wenn diese Leistungen vernachlässigt würden oder wegfielen. 

Gerade ländliche Regionen haben der DHS zufolge schon jetzt damit zu kämpfen, dass der Weg zur nächsten Suchtberatungsstelle sehr weit ist.


Bildnachweis: © Britta Pedersen/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Dein Adventskalender am 06. Dezember bei Dein WAF
Allgemein

Gewinne heute einen von zwei 50,- Euro Warendorf Gutscheinen

weiterlesen...
„Giebel & Galopp“: Neues Restaurant belebt Warendorfs Gute Stube
Allgemein

Kulinarischer Neustart nach 15 Jahren im Traditionshaus am Marktplatz

weiterlesen...
Stadtmeisterschaft bricht alle Rekorde und zieht 35 Kegelclubs auf die Bahn
Allgemein

Trotz Hells Bells und Disconebel müssen die „Luftpumpen“ ihren Titel abgeben

weiterlesen...

Neueste Artikel

Vier Tote bei hohem Wellengang auf Teneriffa
Aus aller Welt

Die Kanaren liegen weit draußen im Atlantik. Vor allem im Herbst und Winter treffen dort immer wieder gewaltige Wellen auf die Küsten. Die Warnungen von Behörden zu ignorieren, kann tödlich sein.

weiterlesen...
UN-Umweltversammlung startet in Nairobi
Aus aller Welt

Zum siebten Mal tritt in Nairobi die UN-Umweltversammlung zusammen. Es geht um Lösungen für globale Umweltprobleme. Dabei setzt die deutsche Delegation auf bestimmte Themen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Vier Tote bei hohem Wellengang auf Teneriffa
Aus aller Welt

Die Kanaren liegen weit draußen im Atlantik. Vor allem im Herbst und Winter treffen dort immer wieder gewaltige Wellen auf die Küsten. Die Warnungen von Behörden zu ignorieren, kann tödlich sein.

weiterlesen...
UN-Umweltversammlung startet in Nairobi
Aus aller Welt

Zum siebten Mal tritt in Nairobi die UN-Umweltversammlung zusammen. Es geht um Lösungen für globale Umweltprobleme. Dabei setzt die deutsche Delegation auf bestimmte Themen.

weiterlesen...