Ein 22 Jahre alter Mann lässt sich in einem nicht angemeldeten provisorischen Tattoostudio tätowieren und stirbt wenige Tage später. Der Prozess gegen den 39 Jahre alten Tätowierer wegen fahrlässiger Tötung ist im ersten Anlauf geplatzt. Das Amtsgericht Korbach hat das Verfahren am Montag zunächst ausgesetzt. Hintergrund ist, dass ein im Ausland lebender geladener Zeuge nicht erschienen war und dessen Befragung in absehbarer Zeit nicht erfolgen kann. Die Verteidigung des Angeklagten erklärte, auf die Vernehmung des Zeugen nicht verzichten zu können. Auch der Verlesung des polizeilichen Vernehmungsprotokolls des Zeugen stimmte sie nicht zu. Der Prozess gegen den 39-Jährigen wird laut dem Vorsitzenden Richter frühestens Mitte 2025 neu begonnen. Die Staatsanwaltschaft Kassel wirft dem Angeklagten vor, im März 2022 in seiner Wohnung den Unterarm des Verstorbenen tätowiert zu haben. Dabei sollen gravierende Hygienemängel geherrscht haben. Unter anderem soll der Angeklagte keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben, kein Desinfektionsmittel sowie abgelaufene Farbe verwendet haben. Der tätowierte Mann soll nur wenige Tage später eine Bakterieninfektion entwickelt haben, die ein septisches Multiorganversagen zur Folge hatte, das zum Tod des 22-Jährigen führte. Laut Anklage waren dafür die desolaten hygienischen Verhältnisse während des Tätowierens verantwortlich.
Bildnachweis: © Soeren Stache/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Tod nach Besuch in Tattoostudio - Prozess geplatzt
Ein 22 Jahre alter Mann soll gestorben sein, nachdem ihm unter schlechten hygienischen Bedingungen ein Tattoo gestochen wurde. Der Prozess gegen den 39-jährigen Tätowierer ist zunächst geplatzt.
Meistgelesene Artikel
- 18. August 2026
Taira Löbke setzt dem Jubiläum der Damengarde die Krone auf
Erst die Feuerwehr, dann der Regen und am Ende eine Königin
- 11. August 2026
Einbahnstraße auf der B64: Das müssen Autofahrer jetzt wissen
Fernwärme-Arbeiten in Warendorf sorgen ab 13. August für weiträumige Umleitung
Barbecue und Live-Musik mit Rainer Migenda zum Ausklang des ersten Sommers im „Zum Kühlen Grunde“
Neueste Artikel
- 6. September 2026
Zwei Unternehmen, ein starkes Familienprojekt: Ostlinning feiert nach 444 Tagen Eröffnung
Von der Idee zum Doppelstandort: Ostlinning eröffnet nach 444 Tagen in Steinkamps Heide
- 6. September 2026
Nikolaus-Collegium stellt die Weichen für die Zukunft
Stabwechsel im Vorstand und digitale Premiere beim Freckenhorster Herbst
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 6. September 2026
Unfall mit Reisebus auf der A3
Auf der Autobahn 3 kommt es bei Wörth an der Donau zu einem schweren Unfall mit mehreren Fahrzeugen - darunter ein Reisebus.
- 6. September 2026
Vulkanausbruch in Indonesien: Hunderte Flüge betroffen
Im Inselstaat Indonesien gibt es mehr aktive Vulkane als in jedem anderen Land der Welt. Nach einem Ausbruch in der Meerenge von Sunda hat der Wind Vulkanasche nun bis nach Jakarta gebracht.













