Naturkatastrophen brechen nach einer UN-Analyse unter anderem wegen des Klimawandels über immer mehr Menschen herein. Im Zeitraum 2005 bis 2014 waren es pro 100.000 Erdbewohner noch 1147 im Jahr, im Zeitraum 2012 bis 2021 waren es bereits 2066 im Jahr. Dank besserer Vorsorge sei die Zahl der Todesfälle durch Naturkatastrophen im gleichen Zeitraum gesunken, von 1,77 pro 100.000 Einwohner auf 0,84. Dennoch fehlten in zu vielen Ländern Frühwarnsysteme, die mehr Menschen schützen könnten, berichteten die Vereinten Nationen zum «Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung» am Donnerstag in Genf. Umfassende Frühwarnsysteme sollen die Menschen unter anderem rechtzeitig vor verschiedenen nahenden Gefahren warnen, die möglichen Folgen beschreiben und Schutzmöglichkeiten und Tipps zur Selbsthilfe nach dem Ereignis aufzeigen. Sie sollen unter Einbeziehung der Bevölkerung entwickelt werden, die sich dann besser vorbereiten kann. In Ländern mit begrenzten Frühwarnsystemen kämen bei Katastrophen statistisch 4,62 von 100.000 Einwohnern ums Leben, bei gut ausgestatteten Ländern 0,6, heißt es in dem Bericht des Büros der Vereinten Nationen für die Verringerung von Katastrophenrisiken (UNDRR) und der Weltwetterorganisation (WMO). Nur die Hälfte der Länder weltweit habe aber umfassende Frühwarnsysteme. Unter den vom Klimawandel besonders betroffenen ärmeren Ländern seien es weniger als die Hälfte und von den kleinen Inselstaaten nur ein Drittel. Die UN verlangen mehr Investitionen in Frühwarnsysteme und finanzielle Unterstützung für ärmere Länder. «Extremwetterereignisse wird es geben», sagte UN-Generalsekretär António Guterres. «Aber daraus müssen keine tödlichen Katastrophen werden.»Besonders betroffene Länder sind schlecht ausgestattet
Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
UN: Katastrophen-Frühwarnsysteme können Leben retten
Der Klimawandel bringt immer mehr Extremwetterereignisse mit sich. Die UN setzen auf Vorsorge.
Meistgelesene Artikel
- 5. August 2026
Drei Tage Ballonzauber und Familienprogramm auf dem Lohwall
Warendorfer Montgolfiade 2026
Begeisterung beim Schützenfest in der Stiftsstadt kennt keine Grenzen
- 11. August 2026
Einbahnstraße auf der B64: Das müssen Autofahrer jetzt wissen
Fernwärme-Arbeiten in Warendorf sorgen ab 13. August für weiträumige Umleitung
Neueste Artikel
- 18. August 2026
Lufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf
Erneut beschädigt ein Großraumjet die Landebahn in München. Menschen kommen aber nicht zu Schaden. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen.
- 18. August 2026
1.400 Jahre alte Überreste bei Ausgrabungen in Peru entdeckt
Mitten in der peruanischen Hauptstadt Lima kommt es zu einem archäologischen Fund. Dieser soll neue Einblicke in die rituellen Praktiken in Huaca Pucllana liefern.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 18. August 2026
Lufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf
Erneut beschädigt ein Großraumjet die Landebahn in München. Menschen kommen aber nicht zu Schaden. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen.
- 18. August 2026
1.400 Jahre alte Überreste bei Ausgrabungen in Peru entdeckt
Mitten in der peruanischen Hauptstadt Lima kommt es zu einem archäologischen Fund. Dieser soll neue Einblicke in die rituellen Praktiken in Huaca Pucllana liefern.













