28. Mai 2024 / Aus aller Welt

Wasserqualität an Europas Badestellen meist ausgezeichnet

Pack die Badehose ein: Der Sprung ins kühle Nass ist an deutschen und europäischen Badestellen meist unbedenklich. Das könnte sich in Zukunft aber ändern.

Badegäste im Badesee Birkwitz. Europaweit erreichen knapp 94 Prozent aller Badestellen eine ausgezeichnete oder gute Wasserqualität.
Veröffentlicht am 28. Mai 2024 um 16:19 Uhr

In deutschen und europäischen Badegewässern kann einer EU-Untersuchung zufolge in den meisten Fällen sorgenfrei geplanscht und geschwommen werden. In rund 90 Prozent der Badegewässer in Deutschland ist die Wasserqualität ausgezeichnet, in weiteren knapp 6 Prozent gut, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur hervorgeht. In 37 (1,6 Prozent) der insgesamt rund 1900 Binnen-Badestellen und rund 360 Badestellen an der Küste der Bundesrepublik sei die Qualität ausreichend, 7 (0,3 Prozent) wiesen eine mangelhafte Qualität auf. Zu 42 deutschen Badestellen (1,8 Prozent) gab es keine Angaben.

Der Schwerpunkt der Bewertung liegt den Angaben zufolge auf der Badesicherheit durch die Überwachung von Bakterien, die schwere Erkrankungen bei Menschen verursachen können, und nicht auf der allgemeinen Wasserqualität.

94 Prozent aller Badestellen sind mindestens gut

Europaweit erreichen knapp 94 Prozent aller Badestellen eine ausgezeichnete oder gute Wasserqualität. 344 oder 1,6 Prozent der insgesamt rund 22 000 betrachteten Badestellen in den 27 EU-Ländern sowie Albanien und der Schweiz weisen den Angaben zufolge eine mangelhafte Wasserqualität auf. 

Die Qualität der Küstengewässer ist der Analyse nach generell besser als die von Binnengewässern. Die höchsten Anteile an ausgezeichneten Badegewässern finden sich in Griechenland, Kroatien, Zypern und Österreich. In Belgien, Bulgarien, Luxemburg, Malta, Österreich und Rumänien erfüllten alle Badegewässer im Jahr 2023 mindestens den Mindestqualitätsstandard. Seit der Verabschiedung der Badegewässerrichtlinie im Jahr 2006 sei der Anteil der Badegewässer mit schlechter Wasserqualität zunächst zurückgegangen und seit 2015 stabil, hieß es. Grundlage für die Bewertung sind Daten der Badestellen, die der Umweltagentur aus den Badesaisons 2020 bis 2023 gemeldet wurden. 

Küstengewässer besser als Binnengewässern

Die Direktorin der Europäischen Umweltagentur mit Sitz in Kopenhagen, Leena Ylä-Mononen, sagte, es sei ermutigend, wieder einmal zu sehen, dass die europäischen Bürger die Früchte von über 40 Jahren starker Investitionen in die Verbesserung der Qualität der Badegewässer ernten könnten. «Die fortgesetzte regelmäßige Überwachung unserer Küstengewässer, Flüsse und Seen sowie anderer Süßgewässer durch die Mitgliedstaaten wird für unsere Gesundheit und unser Wohlergehen sowie für die Umwelt von entscheidender Bedeutung sein, da der Klimawandel zu extremeren Wetterbedingungen wie starken Regenfällen führt, die die Wasserqualität beeinträchtigen können.»  


Bildnachweis: © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

50 Jahre „Antje & ich“ – eine Beelener Erfolgsgeschichte feiert Jubiläum
Allgemein

Eine Familie, ein starkes Team und ganz viel Gastfreundschaft: ‚Antje & ich‘ sagt nach 50 Jahren Danke

weiterlesen...
Um 17:17 Uhr fällt der Adler: Alexander Suermann-Plümpe ist neuer Kreisschützenkönig
Allgemein

Spannendes Königsschießen in Oelde – Neuer Kreisschützenkönig holt mit dem 201. Schuss den Adler von der Stange

weiterlesen...
100 Jahre und kein bisschen leise: Freckenhorst feiert seinen Orchesterverein
Allgemein

Von der „Freckenhorster Olympiade“ über den großen Jubiläumsumzug bis zur Party: Zwei Tage lang feierte der Orchesterverein gemeinsam mit Freunden

weiterlesen...

Neueste Artikel

Panama hebt Tsunami-Warnung nach schweren Erdbeben auf
Aus aller Welt

Ein schweres Erdbeben erschüttert Panama, Gebäude werden beschädigt und Dutzende Nachbeben registriert. Eine befürchtete Tsunami-Gefahr an den Pazifikküsten mehrerer Länder ist inzwischen vorüber.

weiterlesen...
Nicht geknackt: 120 Millionen Euro bleiben im Eurojackpot
Aus aller Welt

Um 120 Millionen Euro ging es bei der Lotterie Eurojackpot - die größtmögliche Gewinnsumme für Lotteriespieler in Deutschland. Doch wieder hat niemand die richtigen Zahlen getippt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Panama hebt Tsunami-Warnung nach schweren Erdbeben auf
Aus aller Welt

Ein schweres Erdbeben erschüttert Panama, Gebäude werden beschädigt und Dutzende Nachbeben registriert. Eine befürchtete Tsunami-Gefahr an den Pazifikküsten mehrerer Länder ist inzwischen vorüber.

weiterlesen...
Nicht geknackt: 120 Millionen Euro bleiben im Eurojackpot
Aus aller Welt

Um 120 Millionen Euro ging es bei der Lotterie Eurojackpot - die größtmögliche Gewinnsumme für Lotteriespieler in Deutschland. Doch wieder hat niemand die richtigen Zahlen getippt.

weiterlesen...