23. Juni 2022 / Aus aller Welt

Weitere Hinweise auf Fehler von Lokführer nach S-Bahn-Unfall

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung legt einen Zwischenbericht vor. Wie ist es im Februar zu dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen in Schäftlarn gekommen?

Mit einem Spezialkran der Deutschen Bahn versuchen Techniker die beiden verunglückten S-Bahn-Züge zu bergen.

Vier Monate nach dem tödlichen Zusammenstoß zweier Züge in Schäftlarn bei München mehren sich Hinweise auf einen Fehler eines der beiden Lokführer.

Nach einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung soll der damals 54-Jährige im Februar zunächst ein Haltesignal überfahren und dann die automatisch eingeleitete Zwangsbremsung ausgehebelt haben.

Gegen den Mann, der selbst schwer verletzt wurde, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Bei dem Bahnunglück starb ein junger Mann. Über den Bericht der Bundesbehörde zu der Kollision zweier Münchner S-Bahnen hatte zunächst der «Spiegel» berichtet.

Kommt es zur Anklage?

In dem Papier heißt es, dass nach bisherigen Erkenntnissen «ein Arbeitsfehler des Triebfahrzeugführers (...) primär ursächlich für den Eintritt der Zugkollision in Ebenhausen-Schälarn» gewesen sei. «Er beachtete die betrieblichen Regeln nach Erhalt einer Zwangsbremsung durch die punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) nicht und setzte die Fahrt unzulässig in Richtung des eingleisigen Streckenabschnittes in Richtung Baierbrunn fort.» Die weitergehenden Untersuchungen zu diesem Komplex seien noch nicht abgeschlossen, wird betont.

Vor zwei Wochen hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass die Ermittlungen zu dem Fall noch liefen und ein Gutachten noch ausstehe. Ob es zu einer Anklage komme, sei noch unklar. Bei dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen auf der eingleisigen Strecke am 14. Februar waren ein 24-Jähriger uns Leben gekommen und zahlreiche Menschen teils schwer verletzt worden.


Bildnachweis: © Uwe Lein/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rollentausch
Allgemein

Schützengesellschaft Eintracht Warendorf 1849 hat eine Königin

weiterlesen...
Allgemein

Zehnte Auflage von "Schlemmen am See"

weiterlesen...
Blitzer im Kreis Warendorf vom 30. Mai - 03. Juni
Allgemein

Dein WAF wünscht Euch eine sichere Fahrt

weiterlesen...

Neueste Artikel

«Abscheulich»: 20 Jahre Haft für Epstein-Vertraute
Aus aller Welt

Ghislaine Maxwell war Komplizin des toten US-Multimillionärs Epstein. Schuldig gesprochen wurde sie schon voriges Jahr. Nun entschied das Gericht, wie lange sie hinter Gitter muss.

weiterlesen...
Kopf vor Bonner Landgericht gefunden - Mann festgenommen
Aus aller Welt

Passanten machen vor dem Landgericht in Bonn eine schreckliche Entdeckung: Der Kopf eines Menschen liegt dort. Wenig später finden Ermittler auch den Leichnam.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

«Abscheulich»: 20 Jahre Haft für Epstein-Vertraute
Aus aller Welt

Ghislaine Maxwell war Komplizin des toten US-Multimillionärs Epstein. Schuldig gesprochen wurde sie schon voriges Jahr. Nun entschied das Gericht, wie lange sie hinter Gitter muss.

weiterlesen...
Kopf vor Bonner Landgericht gefunden - Mann festgenommen
Aus aller Welt

Passanten machen vor dem Landgericht in Bonn eine schreckliche Entdeckung: Der Kopf eines Menschen liegt dort. Wenig später finden Ermittler auch den Leichnam.

weiterlesen...