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Quo Vadis, Warendorf?

Quo Vadis, Warendorf?

Quo Vadis, Warendorf?
War es ein erster Einstieg in die Bürgermeisterkandidatur? Oder war es ein Beispiel dafür, wie ernst Bürgermeister Axel Linke seine Aufgabe als Stadtoberhaupt auch über die aktuelle Amtszeit hinaus nimmt? Auf jeden Fall war das Pressegespräch mit der schlichten Ankündigung „Wir möchten Sie in diesem Rahmen gerne über aktuelle Themen und Projekte informieren“ ein Parforceritt durch die kurz- und langfristige Zukunft der Pferdestadt.

Stadtentwicklung, Lebensqualität, Zukunftsfähigkeit – Linke war sich sicher, dass sich in der jüngeren Vergangenheit niemand sich mit richtungsweisender Stadtentwicklung beschäftigt habe. Dabei sei diese Frage für die Zukunft existentiell. „In 20 Jahren bin ich 72“, verdeutlichte Linke, dass in der Konzeptentwicklung vor allem die Jugend eingebunden werden müsse, weil sie hauptsächlich betroffen sei. Mehr noch: Er wolle einen breit angelegten Prozess, der ALLE einbinde, Vereine, Institutionen, Bürger, und dies beziehe sich ausdrücklich auch auf alle Ortsteile.
Für diesen Prozess wurde eine Beraterfirma engagiert, die dazu ihr Know-How zur Verfügung stelle und den Prozess moderieren soll, denn es sei „wichtig, dass es ein neutraler Prozess ist“. Zugleich warnte der Bürgermeister davor, gleich zu Beginn kleinteilig zu denken. Wichtig sei, zunächst einen Konsens über die große Richtung zu entwickeln. Erste Hintergrundgespräche solle es vor der Sommerpause geben, gleich danach solle gestartet werden, Ergebnisse seien für 2019 zu erwarten.

Da in Sachen Stadtentwicklung alles mit allem zusammenhängt, war auch das Gebiet „In de Brinke“ nebst Stadtstraße Nord, Feuerwache usw., Thema. Hierzu verwies Bürgermeister Linke auf den 30. Mai, an dem Baudirektor Pesch im Planungsausschuss einen „Meilenstein“ präsentieren werde. Spätestens an dieser Stelle wurde auch für Laien verständlich, wie umfangreich die eingehend genannte Thematik eigentlich ist, denn selbstverständlich gehören in Warendorf auch Fragen des Hochwasserschutzes, der Wohnraumentwicklung und, neben vielen anderen, auch der Konnektivität und Mobilität hinzu.

Neben den sofortigen Stichworten wie „Radwege“ und „Straßen“ sei z.B. auch die Frage der Elektromobilität wichtig. Die Stadt wird ihre Flotte wo sinnvoll sukzessive umrüsten, WEV und viele Firmen böten mittlerweile Lademöglichkeiten an oder bauten diese aus. „Dringender Nachholbedarf“, so der hierzu notierte O-Ton des Bürgermeisters. Für Hotels z.B. ist dies ein zukünftig immer wichtiger werdendes Serviceangebot. Wichtig sei die Taktung der Bahnlinie zu verbessern, was nur durch die dringend notwendige Schließung der unbeschrankten Bahnübergänge (viele auf Münsteraner Bereich) möglich werde. Dass die Eurobahn keinesfalls Partner bleiben kann, wurde durch die Einwürfe der Pressevertreter mehr als deutlich. In Sachen Konnektivität sei die Breitbandentwicklung Innenstadt sehr gut, für den Außenbereich seien Berlin und Düsseldorf entscheidend mit im Boot.
Dies gilt ebenfalls für die wichtige Frage der Außenwirkung, denn die Stadt lebt auch vom Angebot ihrer Kaufleute, die wiederum sind stark von verkaufsoffenen Sonntagen abhängig sind. Mehr als drei können die Stadt, die das Stadtmarketing ja nunmehr integriert hat, allerdings nicht stemmen, bei weiteren nur unterstützen. Stellt sich die Frage, ob das sich zur Zeit entwickelnde Projekt „Warendorf handelt!“ nicht sinngemäß bereits ein Teil des eingangs genannten Prozesses zur Stadtentwicklung ist. Eine gegenseitige Befruchtung – statt wie leider so oft eine parallelen Planung – wäre sicherlich angeraten.

Positive Ausblicke – auch in Bezug auf zumindest einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag – lässt die Planung des Westfälischen Hansetages zu, der im Mai 2019, zeitgleich mit der Gewerbeschau „Maiwoche“, ausgerichtet werden soll. „Eine riesengroße Veranstaltung“, verspricht der Bürgermeister.

Hierüber, wie auch über die Entwicklung der oben genannten Themen, lesen Sie zeitnah alles weitere auf Dein WAF!

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