21. November 2017 / Bürgermeister Informationen

Strategie für Beelens Zukunft gesucht

Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK):

Strategie für Beelens Zukunft gesucht

Strategie für Beelens Zukunft gesucht

Beelen Wo soll Beelen in etwa 10 Jahren stehen? Welche Entwicklungsrichtung möchte die Gemeinde einschlagen? Und was sind die Ziele künftiger Entwicklungsplanung für Beelen? Diese und andere Fragen soll der erste Workshop zum IKEK mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern klären.

Am Mittwoch, den 22. November ab 19 Uhr wird im Ratssaal des Rathauses gemeinsam diskutiert, wohin die Reise geht. Das den IKEK-Prozess begleitende Büro planinvent möchte mit den Menschen aus Beelen das entwicklungsplanerische Gerüst für später zu benennende Projekte und Maßnahmen bauen. Im ersten von insgesamt drei geplanten IKEK-Foren soll gemeinsam eine Entwicklungsstrategie für die Zukunft von Beelen verabredet werden. Dazu sollen die bereits in der Auftaktveranstaltung in der letzten Woche von den Bürgerinnen und Bürgern benannten Stärken, Schwächen und Besonderheiten aufgegriffen und vertieft werden, Handlungsfelder benannt und Entwicklungsziele formuliert werden. Hierbei gibt es zunächst kaum Grenzen, auch wenn Dominik Olbrich von planinvent einschränkt: „Natürlich wollen wir realistisch bleiben – den Rahmen für eine Beelener Entwicklungsstrategie bilden die nicht zu beeinflussenden Gegebenheiten vor Ort. Und wir berücksichtigen selbstverständlich bestehende Planungen und Konzepte“. Darüber hinaus aber, so der Planer, dürfe ruhig alles in die Diskussion geworfen werden, was die Menschen aus Beelen beschäftige. Wie die Entwicklungsziele dann nachher formuliert werden, wird im Konsens der Mitmacher beim IKEK-Forum und in Abstimmung mit der Gemeinde verabredet.

Neben Zielen für die künftige Ausrichtung von Beelen werden im Strategie-Workshop auch Leitbilder der künftigen Ortsentwicklung ausgearbeitet. Diese sollen beschreiben, wie Beelen in der Zukunft idealerweise aussehen könnte und sollen künftig zu erarbeitenden Projekten für Beelen einen Rahmen geben. Dazu gehört auch ein übergeordnetes Leitbild, das quasi als Slogan für die Zukunft Beelens verwendet werden soll. Verbindlich ist dies zwar nicht – schließlich ist das IKEK ein informelles Konzept. Es soll aber schon zu einer Art Selbstverpflichtung werden, die bei nachfolgenden Planungen Berücksichtigung findet. Aus diesem Grund sollten Interessierte aus Beelen sich diese Chance zur Mitbestimmung nicht entgehen lassen.

Der Strategie-Workshop ist indes nur der Beginn einer Reihe von Veranstaltungen, die im Rahmen der IKEK-Erstellung stattfinden. Nach einer kleinen Winterpause geht es ab Januar in mehreren themenspezifischen Workshops darum, Projekte für Beelen in den Handlungsfeldern zu diskutieren und zu entwickeln. Außerdem folgen weitere IKEK-Foren mit den Schwerpunkt-Themen „Projekte“ und „Verstetigung“ sowie eine Projektmesse, bei der die Zwischenergebnisse des Prozesses der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Olbrich wünscht sich eine hohe Beteiligung am Prozess und seinen einzelnen Stationen: „Wir haben in anderen Orten gesehen, was alles mit und durch Bürgerengagement entstehen kann, das waren immer wieder spannende und überraschende Ergebnisse, die zum Teil heute noch, Jahre später, in den Orten nachwirken“. Diese Form der Nachhaltigkeit, bei der Bürgerinnen und Bürger Projektumsetzungen vorantreiben und mitgestalten, sei die beste Form der Partnerschaft, die sich Gemeinde und Bürger wünschen könnten.

Deshalb ruft Bürgermeisterin Elisabeth Kammann alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich im IKEK-Prozess einzubringen und lädt Interessierte herzlich ein zum Strategie-Workshop.

Nach Vorlage des fertigen IKEK im Sommer 2018 kann mit der Umsetzung der bis dahin erarbeiteten Projekte begonnen werden. Diese können dann von der Bezirksregierung Münster unterstützt und ggf. auch gefördert werden.

Informationen rund um das IKEK gibt es im Internet unter www.beelen.de sowie beim Büro planinvent, erreichbar unter Telefon 0251 - 48 400 18 oder per Mail unter info@planinvent.de. <

Hintergrund-Informationen zum IKEK:

Das IKEK ist ein relativ neues Planungsinstrument in Nordrhein-Westfalen und fußt auf einer entsprechenden Richtlinie des Landes. Bereits für die Erstellung des Konzeptes gibt es Fördermittel, dafür muss es aber auch gewissen Standards genügen: Mit dem IKEK sollen die gewachsenen Strukturen und charakteristischen Eigenarten von Beelen langfristig erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung angestrebt werden. Dabei werden, ganz dem integrierten Ansatz folgend, alle wichtigen Themen auf den Tisch gepackt: Von der Ortsentwicklung bis zum Verkehr, von der Versorgung bis zum Tourismus. Das Besondere dabei: Das IKEK wird kein Fachgutachten, das hinter verschlossenen Türen erarbeitet wird. Vielmehr können und sollen die Bürgerinnen und Bürger aus ganz Beelen selbst aktiv an der Zukunftsplanung für ihre Heimat mitarbeiten. Allerdings ist das IKEK keine bloße Wunschliste: Die einzubringenden Ideen sollten realistisch sein, die Stärken von Beelen weiter begünstigen, Schwächen ausgleichen und mögliche Probleme beseitigen. Zur Begleitung der Konzepterstellung wurde das Büro planinvent aus Münster ausgewählt. Die Planer haben bereits in zahlreichen anderen Kommunen vergleichbare Prozesse betreut.

Das Zauberwort beim IKEK heißt Partizipation: Input und Engagement aus der Bevölkerung ist dafür dringend erforderlich. In Beelen ist vorgesehen, bis etwa zum Ende des Jahres das kommunale Entwicklungskonzept gemeinsam mit der Bevölkerung zu erarbeiten. Vor dem Perspektivzeitraum der nächsten gut zehn Jahre sollen Ziele und Leitbilder für die Gemeindeentwicklung und vor allem verschiedene Projekte benannt und vorbereitet werden.

 

Rückfragen / Ansprechpartner:
planinvent - Büro für räumliche Planung

Dominik Olbrich
Alter Steinweg 22-24       
48143 Münster
0251 - 48 400 19
dominik.olbrich@planinvent.de
 
Gemeinde Beelen

Thomas Middendorf
Warendorfer Straße 9      
48361 Beelen
02586 – 887 27
middendorf@beelen.de

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