23. Mai 2019 / Kreis Warendorf

Gemeinsamer Kampf gegen den Riesen-Bärenklau an Gewässern

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Der Kreis Warendorf wird gemeinsam mit den betroffenen örtlichen Wasser- und Bodenverbänden in den nächsten Wochen den Riesen-Bärenklau an den Gewässern im Kreisgebiet unter Einsatz von glyphosatfreien Pflanzenschutzmitteln  bekämpfen.

Der Riesen-Bärenklau ist auch als Herkulesstaude oder Herkuleskraut (Heracleum mantegazzuianum) bekannt und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Kaukasus in den Westen Europas als Zierpflanze eingeführt. Die Pflanze gilt als Neophyt (neue Pflanze) und hat sich auch im Kreis Warendorf angesiedelt, obwohl sie hier natürlicherweise nicht vorkommt. Neben seinem Riesenwuchs – er wird bis zu drei Meter hoch – verfügt die Pflanze über eine sehr hohe Samenproduktion (10.000 bis 50.000 Samen je Pflanze), die ihn besonders ausbreitungsfähig machen. Darüber hinaus können die Samen über mehrere Jahre hinweg keimfähig bleiben. Der Riesenbärenklau besitzt keine natürlichen Feinde wie Fressschädlinge oder Parasiten. Für den Menschen ist die Pflanze bei Hautkontakt gefährlich, weil alle Staudenanteile einen Pflanzensaft absondern. Gelangt dieser auf die Haut, reagiert er unter Sonneneinstrahlung mit Rötung, Schwellungen und in schweren Fällen mit Verbrennungen zweiten bis dritten Grades. Treten besonders starke Hautreaktionen auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Der Kreis Warendorf führt ein Kataster über bekannte Standorte an Fließgewässern. Weil der Samen der Pflanze bis zu mehreren Jahren vor dem Keimen im Erdreich verbleiben kann, werden auch immer wieder Kontrollen an Standorten bereits behandelter, eingedämmter Vorkommen durchgeführt. Der Einsatz von Pflanzenbehandlungsmitteln ist nur auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken zulässig. Für die Verwendung an Gewässern hat die Landwirtschaftskammer NRW dem Kreis Warendorf eine Ausnahmegenehmigung für die Anwendung erteilt. Mit der Durchführung der Arbeiten ist ein Fachunternehmen beauftragt, das über Personal mit erforderlicher Sachkunde verfügt und mit der nötigen Sorgfalt die Bekämpfung vornimmt.

Weitere Informationen stehen unter www.landwirtschaftskammer.de (Rubrik Landwirtschaft/Pflanzenproduktion/ Pflanzenschutzdienst) bereit.

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