29. Mai 2018 / Schützenfest

Milteraner sind geduldig

Markus Borgmann regiert auf dem Geisberg

Milteraner sind geduldig

Milteraner sind geduldig

Normalerweise ist es ja andersherum: Auf den Königsschuss muss man in Milte mitunter lange warten, aber die sehenswerte Krönungszeremonie gleicht in ihrem Ablauf einem Uhrwerk.
Heute eben nicht. Wo es hakte war vom Geißberg aus nicht zu erkennen. Hatte das Königsgefährt Emil keine Energie, waren ein paar Locken der Throndamen noch nicht richtig gewickelt oder zwickte noch irgendwo ein Anzug? Die Musikzüge, die Kompanien und die zahlreichen Zuschauer warteten jedenfalls geduldig im schönsten Sommerwetter und hofften bei jedem einreitenden Pferd, dass die Feierlichkeit begänne.
Sie tat es mit einer gut 20-minütigen Verspätung und ab da lief das Präzisionsuhrwerk ab wie immer, inklusive inbrünstigem Gesang des Huldigungsliedes. Im Mittelpunkt des Geschehens natürlich Markus Borgmann, der ab heute den Beinamen „von Häckslermodell und Trommelfell“ trägt, geschuldet seiner Tätigkeit als Landmaschinenmechaniker und seiner Zugehörigkeit zum Fanfarencorps. Der 44-jährige Vater zweier Kinder wählte seine Gattin Birgit zur Königin. Als Hofstaat wird das Königspaar begleitet von Werner und Anette Abbenhorn, Robert und Barbara Altenau, Ludger und Christina Droste, Thomas und Brigitte Göcke, Andreas und Nadja Jeising, Gisbert Knorr und Nicole Knorr-Wolff, Dieter und Uta Krieg sowie Volker und Elke Wiemann.
Nur 402 Schuss hatten die Milter Bürgerschützen benötigt, um den Vogel um 12:17 Uhr von der Stange zu holen. Seiner Insignien wurde er bereits vorher beraubt. Felix Kövener schoss Krone, über das Zepter freute sich Ralf Schwienhorst und den Reichsapfel schoss Alexander Kretschmer.
Das Schützenfest hatte traditionsgemäß mit einem bestens besuchten Heimatabend begonnen. Der Sonntag stand ebenfalls, ganz im Sinne der Tradition, im Zeichen der Kinder. Am Montagmorgen freuten sich die antretenden Schützen über das tolle Wetter, die die Ehrungen in schönstes Sonnenlicht tauchten. Vermisst wurde in diesem Zusammenhang nur eine Damengarde – zumindest ließ Bürgermeister Axel Linke diesen Wunsch durchblicken.
Christoph Höckelmann wurde zum neuen Feldwebel der Garde ernannt und Wilhelm Holwitt erhielt als ehemaliger Vizepräsident ein Präsent, denn er war 22-jährige im Vorstand gewesen. Der ehemalige Ehrengarden-Feldwebel Ralf Schwienhorst erhielt den Verdienstorden.
Christoph Höckelmann, Johannes Holwitt, Bernd Lütke Dreimann und Andre Reckermann erhielten einen Treueorden für zehnjährige Mitgliedschaft in der Ehrengarde. Hampelmannkönig 2018 ist Karsten Hohenkirch. Claudia Auf der Lanwer und Anja Pöhling sind seit 20 Jahren im Fanfarenzug, Thomas zur Wickern seit 30 Jahren im Spielmannszug. Auf 30 Jahre im Fanfarenzug kann Gisbert Knorr zurückblicken und noch einmal 10 Jahre mehr, also 40 Jahre, steht Lambert Borgmann in den Reihen des Fanfarenzugs. Die Königin des Jahres 1958, Maria Knorr, und die Kaiserin von vor 25 Jahren, Maria Wösthoff, erhielten Blumengrüße.

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