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Besser hätt‘s nicht sein können

Besser hätt‘s nicht sein können

Besser hätt‘s nicht sein können

Was für eine super Entschädigung für das Vorjahr! Erinnern Sie sich? Zum Fettmarkt 2016 hätten die Besucher ihr Seepferdchen oder sogar den Fahrtenschwimmer machen können – und zwar mitten auf der Münsterstraße. Der Fettmarkt 2017 dagegen zeigte bestes Freibadwetter – und das hat glücklicherweise bereits zu, so dass sich von sehr früh bis spätnachmittags die Besucherströme durch alle angeschlossenen Märkte schoben.

Besonders gut besucht war natürlich der Innenstadttrödel, bei dem sich viele Besucher neu orientieren mussten, da die Standvergabe seit diesem Jahr in neuen Händen liegt. Vom Osttor bis zum Münstertor, vom Freckenhorster Tor bis zum Lohwall, zog sich die Trödelmeile, teilweise in Seitenstraßen. Und das Geschiebe ging nahtlos über den Krammarkt der Kirmes und dann in die Kirmes selber über. Denn auch die war geöffnet und machte den Besuchern bei diesem Wetter gleich noch mehr Spaß. Ein Ausblick aus dem 35 Meter hohen Riesenrad über das weite Ostmünsterland ist eben etwas Besonderes. Zwar kommt man mit dem Fighter noch einmal fünf Meter höher, allerdings bezeugten die deutlich hörbaren Schreie, dass dabei die Gelassenheit für einen Blick ins Panorama fehlt.

Der Fettmarkt selbst, für 3 Euro Eintritt auf dem Lohwall zu besuchen, war ein gut ausgestatteter und sehenswerter Markt mit Vieh, Pferden, Landmaschinen, Haus- und Gartenbedarf, Krims und Krams sowie dem beliebten Springturnier des Reit- und Fahrvereins Milte-Sassenberg. Und wo man hinsah, nur zufriedene Gesichter.

Außer rund um den Marktplatz, auf dem, damit die Arbeiten nicht in Verzug geraten, auch heute gearbeitet wurde. Die notorischen Nörgler waren trotzdem in großer Vielzahl zu hören, und wetterten, dass man „woanders längst damit fertig wäre“. Bürgermeister Axel Linke äußerte beim offiziellen Fettmarktempfang im historischen Rathaus Verständnis für gewisse Unzufriedenheiten, stellte aber klar, dass die Marktplatzumgestaltung quasi einer „Operation am offenen Herzen“ gleiche. Trotz der beeinträchtigenden Maßnahme konnte er auf die beeindruckende Zahl von 43.000 Besuchern und Händlern am verkaufsoffenen Sonntag mit dem begleitenden „Kürbis, Kappes und Kartoffeln“-Markt verweisen. „Ein großartiger Erfolg“ sei das, so Linke, der auch wichtig für die Kaufleute sei. Denn die Kaufleute in Warendorf seien die Basis des lokalen Wohlstandes, betonte er in seinen Begrüßungsworten zum Empfang, zu dem erschienen war, was in Warendorf Rang und Namen hat.

Und während drinnen noch gefeiert wurde, hatten sich draußen letzte Nebelfetzen gelichtet, so dass der 360. Fettmarkt einfach nur noch in Sonne erstrahlte.

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