Nie wieder ist jetzt!
Haus der Familie lädt zu Diskussion und Exkursion
Warendorf - Am Dienstag, 10. Dezember 2024 um 19:00 lädt das Haus der Familie zur nächsten Online-Veranstaltung mit Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentations-Zentrums München. Sie spricht zum Thema „Erinnerungskultur – Von der Notwendigkeit, Gedenken neu zu denken“. Erinnerungskultur verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart und mit Fragen, wie wir in Zukunft leben wollen – und sie ist höchst relevant auch für unsere heutige Demokratie, davon ist die Historikerin überzeugt. Darum bieten das Haus der Familie Warendorf, das Ökumenische Bildungswerk Ostbevern und das Katholische Bildungswerk Everswinkel-Alverskirchen am Samstag, 25. Januar 2025 eine gemeinsame Tagesfahrt zum Kloster Dalheim an. Besucht wird die Sonderausstellung "Und vergib uns unsere Schuld? Kirchen und Klöster im Nationalsozialismus". Im Spannungsfeld von institutioneller Verantwortung und persönlicher Gewissensfrage stellt die Ausstellung kirchliches und christliches Verhalten in den Kontext der Zeit. Sie zeigt anhand bewegender Beispiele mögliche Motive für individuelles Handeln bzw. Nicht-Handeln. Sie beleuchtet u.a. die Maßnahmen, mit denen die Nationalsozialisten den christlichen Glauben aus dem Alltag zu verdrängen suchten. Bereits am Montag, 3. Februar 2025 um 19:00 sind dann zwei weitere impulsstake Gesprächspartner*innen unter der Fragestellung „Menschenwürde - unantastbar?“ im Haus der Familie zu Gast. Professorin Marianne Heimbach Steins ist Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften der Uni Münster und Herausgeberin der im Juli 2024 veröffentlichten Studie „Die Programmatik der AfD – eine Kritik. Darstellung und Vergleich mit Positionen der katholischen Kirche“. Diese analysiert die politischen Positionen der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) im Vergleich zu den Positionen der katholischen Kirche und kommentiert sie aus der Perspektive der christlichen Sozialethik. Die Studie richtet sich an Christ*innen und Bürger*innen, die sich über die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Sorgen machen und eine informierte Position beziehen möchten. Die Herausgeberin stellt die Studie vor und wird darüber mit Stefan Querl, Historiker und Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, und den Teilnehmenden ins Gespräch kommen. Mut zur Menschlichkeit und Stärkung von Zivilcourage sind aktuell gefragter denn je, denn NIE WIEDER IST JETZT!
Nähere Informationen und Anmeldung zu allen drei Veranstaltungen im Haus der Familie unter 02581-2846, fbs-warendorf@bistum-muenster.de oder über die website www.hdf-waf.de













