Freckenhorst feiert seinen Weihnachtsmarkt
Nieselregen, Glühweinduft und ein neuer Ehrenvorsitzender
Bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Insofern war es gut, dass sich die Besucher des Freckenhorster Weihnachtsmarkts für die richtige Kleidung entschieden hatten. Denn nach einem trockenen Beginn am frühen Samstagnachmittag setzte ein beharrlicher Nieselregen nicht nur ein, sondern sich auch bis in den späten Abend fort. Aber auch dagegen gibt es patente Mittel, die ohnehin zu den beliebtesten Zutaten der Weihnachtsmärkte zählen: Leckeres Essen und heiße Getränke, vornehmlich Glühwein. Der floss in Strömen während der Regen sich meist aufs Nieseln beschränkte. Leckere Reibeplätzchen vom Korps der ehemaligen Könige – und sogar zu einem wesentlich günstigeren Preis als bei anderen Märkten ringsum – standen ebenfalls hoch im Kurs. Auch die Leibspeise der Mantafahrer sowie die frisch gegrillten Genüsse, die der TuS im Angebot hatte, gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Für die Jüngsten hatten die Organisatoren gleich drei Attraktionen organisiert. Außer einer großen Hüpfburg lockte ein großes, warmes Feuer, dass nicht nur gegen mögliche Kälte half, sondern sich auch ideal zum Stockbrotbacken eignete. Zudem lud ein ein buntes Karussell mit hellen, leuchtenden Farben ein und überstrahlte damit sogar den großen Weihnachtsbaum, der traditionell zum Weihnachtsmarkt in der Mitte des Hüttenrondells auf dem Stiftsmarkt steht. Ein Hüttendörfchen, das zwar nur für zwei Tage, aber dafür stets mit Liebe aufgebaut wird. Dirk Nölker, noch immer Stellvertreter eines nicht vorhandenen Vorsitzenden der Freckenhorster Werbegemeinschaft, lobte in seinen Worten zur Eröffnung die vielen an der Durchführung Beteiligten und dankte ihnen umfangreich. Die Weihnachtszeit sei eine Zeit besonderer Magie, sagte er, verbuchselte ein paar Wechstaben und sprach von einem „Wunter Winderland“. Dafür – und für viele andere Projekte und Erfolge in Freckenhorst – sei ein Mann ganz besonders verantwortlich: Christian Murrenhoff, der ehemalige Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende der Werbegemeinschaft, habe nicht nur in den 15 Jahren in leitender Position, sondern in den gesamten 34 Jahren seines Schaffens viel auf den Weg gebracht, das es sonst nicht gäbe. Nölker und Schatzmeister Peter Nährig überreichten ihm – und seiner Gattin Wilma Murrenhoff als Stütze im Hintergrund – eine Urkunde. Bürgermeister Peter Horstmann schloss sich dem Lob für Murrenhoff an, der große Spuren hinterlassen habe. Er lobte darüber hinaus das Engagement der Ehrenamtler und Vereine, die die Hütten auf dem Weihnachtsmarkt beschicken und damit überhaupt erst ermöglichen. Wie bereits in den Vorjahren beschränkte sich der Weihnachtsmarkt nicht auf die Hütten. Das Schroeder’s hatte einmal mehr seine Außenfläche zum beliebten Treffpunkt für Freunde gepflegten Eierpunsches gemacht und in der sonst zu dieser Jahreszeit geschlossenen Eisdiele fand ein Second-Hand Markt für Weihnachtsdeko und mehr statt, der von der Ausstellung eines Telgter Imkers begleitet wurde. Die musikalische Untermalung des Weihnachtsmarktes übernahm am Samstag der BFF Brass, der auch am Freitag, 20. Dezember in der Stiftskirche konzertieren wird, sowie die Evangeliums-Christengemeinde Freckenhorst. Am Sonntag übernahmen der Spielmannszug und die Jagdhornbläser.













