Offene Worte und wichtige Aufklärung
Matthias Gerschwitz spricht über das Leben mit HIV am Paul-Spiegel-Berufskolleg
Warendorf – Offen, authentisch und mit viel persönlichem Engagement: Matthias Gerschwitz, Berliner Autor und langjähriger HIV-Positiver, war gemeinsam mit Sandra Könning von der AIDS-Hilfe Ahlen zu Gast am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf. Vor Schülerinnen und Schülern der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales berichtete der 66-Jährige eindrucksvoll über sein Leben mit der HIV-Infektion – und räumte mit vielen Vorurteilen auf.
Seit 1994 lebt Gerschwitz mit dem Virus. Seine Botschaft ist klar: Wissen schützt – und Offenheit hilft, Ängste abzubauen. In seinem Buch „Endlich mal was Positives“ erzählt er seine Geschichte, mit der er seit Jahren durch Schulen im ganzen Bundesgebiet tourt. Unterstützt wird er dabei regelmäßig von der AIDS-Hilfe Ahlen, die ebenfalls auf Prävention und Aufklärung setzt.
„Ich hätte selbst aufpassen müssen“, erklärt Gerschwitz ehrlich und betont die Bedeutung von geteilter Verantwortung beim Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Neben seiner persönlichen Geschichte ging es im Vortrag auch um medizinische Fortschritte: Mit moderner Therapie kann HIV heute so behandelt werden, dass das Virus nicht mehr nachweisbar und damit nicht übertragbar ist. Dennoch warnt Gerschwitz davor, die Infektion zu unterschätzen.
Sandra Könning stellte begleitend Informationsmaterial zur Verfügung und informierte über Testangebote – etwa den HIV-Schnelltest bei der AIDS-Hilfe oder beim Gesundheitsamt. Im kommenden Jahr soll die erfolgreiche Vortragsreihe im Kreis Warendorf fortgesetzt werden.













