Warendorf - Ein wichtiger Ermittlungserfolg im Kampf gegen eine Serie von Satteldiebstählen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen: Nach monatelangen Ermittlungen hat die Polizei Osnabrück in der Nacht zu Donnerstag zwei Tatverdächtige festgenommen. Die Männer sollen für insgesamt 13 Einbrüche in Reiterhöfe verantwortlich sein – darunter auch mehrere Taten in Warendorf. Der bislang bekannte Gesamtschaden liegt bei mehr als 200.000 Euro.
Seit Anfang Juni 2026 beschäftigt die Einbruchsserie die Polizei in beiden Bundesländern. Die Täter hatten es bei ihren Beutezügen gezielt auf hochwertige Reitsättel abgesehen. Teilweise verschafften sie sich gewaltsam Zugang zu den Sattelkammern der betroffenen Reiterhöfe und verschwanden anschließend mit ihrer wertvollen Beute.
Tatorte der Serie befinden sich nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei unter anderem in Vechta, Hagen a.T.W., Bramsche, Ibbenbüren, Warendorf und Gütersloh.
Erneute Einbrüche im Raum Warendorf
Ausgerechnet weitere Taten im Bereich Warendorf sollen nun unmittelbar vor der Festnahme der mutmaßlichen Satteldiebe stattgefunden haben. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand sollen die Männer in der Nacht erneut zugeschlagen und in drei Reiterhöfe im Bereich Warendorf eingebrochen sein.
Doch dieses Mal endete ihre nächtliche Tour mit Handschellen.
Akribische Ermittlungsarbeit und koordinierte polizeiliche Maßnahmen hatten die Ermittler zuvor auf die Spur der Tatverdächtigen geführt. In Belm erfolgte schließlich der Zugriff durch die Einsatzkräfte.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 43-jährigen Mann aus Belm sowie einen 55-Jährigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll für beide Tatverdächtigen Untersuchungshaft beantragt werden.
Großteil der gestohlenen Sättel weiterhin verschwunden
Mit der Festnahme ist die Arbeit der Ermittler allerdings noch längst nicht beendet. Von einem Großteil der bei den Einbrüchen gestohlenen hochwertigen Reitsättel fehlt bislang jede Spur. Die Ermittlungen zum Verbleib des Diebesgutes sowie zu möglichen weiteren Taten dauern deshalb an.
Für die betroffenen Reiterhöfe dürfte der Fahndungserfolg dennoch eine wichtige Nachricht sein.
„Für die betroffenen Reiterhöfe in der Region dürfte die Festnahme dennoch zunächst für etwas Erleichterung sorgen“, erklärt Jannis Gervelmeyer, Sprecher der Polizeiinspektion Osnabrück.
Nach Monaten mit zahlreichen Einbrüchen und einem Schaden von mittlerweile mehr als 200.000 Euro könnte der Polizei damit ein entscheidender Schlag gegen die mutmaßlichen Satteldiebe gelungen sein.















