Unfallprävention auf dem Marktplatz
Polizei stoppt acht E-Scooter in Warendorfs guter Stube
Warendorf – Eigentlich sollte es am Mittwochnachmittag ganz entspannt zugehen: Die beiden Beamtinnen der Verkehrsunfallprävention, Carola Krewerth und Nicole Pellemeyer, hatten auf dem Warendorfer Marktplatz den Pedelec-Simulator aufgebaut. Hier konnten Passanten gefahrlos testen, wie schnell Unaufmerksamkeit bei 25 km/h zu einem Unfall führen kann.
Doch die Lage des Infostands – mitten auf dem verkehrsreichen Marktplatz – brachte eine unerwartete Zusatzaufgabe: Immer wieder rollten E-Scooter-Fahrer quer über den Platz, obwohl hier eigentlich nur Schieben erlaubt ist.
In nur 45 Minuten stoppte Carola Krewerth gleich neun Fahrer auf acht Scootern. Für eine Fahrerin hatte der Stopp doppelt Konsequenzen: Ihr Versicherungskennzeichen war seit fünf Monaten abgelaufen – nun erwartet sie eine Anzeige.
Währenddessen erklärte Nicole Pellemeyer gemeinsam mit Werner Schwenk, dem Vorsitzenden der Warendorfer Verkehrswacht, die Risiken von Pedelec-Fahrten. Der geübte Radler stellte auf dem Simulator schnell fest: Schon eine kleine Ablenkung kann bei höherem Tempo fatale Folgen haben.
Am Infostand gab es zudem jede Menge Tipps – vom sicheren Bremsen bis zu den Regeln für E-Scooter im Stadtverkehr. Das Interesse war groß, und am Ende stand fest: Aufklärung ist nach wie vor dringend nötig – und kann sogar richtig spannend sein.













