Prominente machen in der Sportschule die Seepferdchenwelle
Münsters Polizeipräsidentin lobt das Engagement der Kreishandwerkerschaft und des Stadtsportverbandes
Warendorf. 43 Prozent aller Grundschulkinder in Deutschland waren im Jahr 2022 unsichere Schwimmer oder sogar Nichtschwimmer. Das zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts forsa. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, ehrenamtliche Helfer für die Schwimmkurse zu finden. Um auf diese beiden Problemfelder aufmerksam zu machen, veranstalteten die Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf und der Stadtsportverband Warendorf eine gemeinsame Aktion. Unter dem Leitgedanken „Schwimmen rettet Leben" machten am Donnerstag prominente Teilnehmer, darunter der zweifache Olympia-Teilnehmer Dirk Knappheide, die DLRG-Vorsitzende Sabine Lillmanntöns und der Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann in der Schwimmhalle der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf die „Seepferdchenwelle“, sprich: sie absolvierten das kleinste aller Schwimmabzeichen unter der Leitung des Tauchclubs „Bluering“. „Wir wollen damit auf die Bedeutung des Schwimmens für die Sicherheit von Kindern hinweisen und gleichzeitig für ehrenamtliches Engagement werben", erklärt Peter Huerkamp, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Warendorf. „Ohne ehrenamtliche Helfer können wir die Schwimmkurse nicht durchführen und die Kinder nicht auf die Badeseen und Schwimmbäder vorbereiten."
Während einer Talkrunde, an der unter anderem Alexandra Dorndorf, Polizeipräsidentin aus Münster, und Doris Kaiser, erste stellvertretende Bürgermeisterin Warendorfs, teilnahmen, wurde noch einmal die Bedeutung des Schwimmens unter anderem für die Lebensrettung thematisiert. Ebenfalls ging es um die Herausforderungen, ehrenamtliche Helfer zu gewinnen.
„Schwimmen rettet Leben. Mit dieser Aktion verschaffen Sie dem Thema Aufmerksamkeit. Das ist eine gute Tat, die ich gerne unterstützte“, sagte Dorndorf. Beeindruckt zeigte sich auch Doris Kaiser und betonte, wie wichtig auch für Warendorf diese Maßnahme sei. „Das ist mehr, als nur am Rand zu stehen. Das ist ein Dauereinsatz“, so die stellvertretende Bürgermeisterin. Schwimmmeister Dirk Knappheide wünschte sich vor allem auch mehr Engagement aus den Reihen der Eltern, ihre Kinder an das Wasser heranzuführen. „Ich habe den Eindruck, dass viele gerne die Verantwortung an uns Schwimmmeister abgeben."
Die Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf und der Stadtsportverband Warendorf setzen sich gemeinsam für die Förderung des Schwimmens und des Ehrenamtes ein. Mit der Aktion „Schwimmen rettet Leben!" wollen sie auf die Bedeutung dieser beiden Themen aufmerksam machen und Menschen dazu motivieren, sich als Schwimmhelfer zu engagieren. Diese Idee kam auch bei dem Round Table 230 Warendorf sehr gut an. Round Table Präsident Thorsten Büttner und International Relations Officer Frederik Strüwing überreichten aus diesem Grund dem Stadtsportverband eine Spende in Höhe von 1000 Euro , dass zur Schwimmförderung eingesetzt werden soll.

























