30. Juni 2026 / Allgemein

„Revolution Train“ macht Halt in Ennigerloh

Präventionszug sensibilisiert Jugendliche für die Gefahren von Drogen

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Präventionszug sensibilisiert Jugendliche für die Gefahren von Drogen

„Revolution Train“ macht Halt in Ennigerloh

Ennigerloh - Ein silberner Zug sorgte in dieser Woche auf dem Bahnhofsgelände in Ennigerloh für großes Interesse – und hinterließ bei vielen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck. Der multimediale Präventionszug „Revolution Train“ machte bereits zum dritten Mal Station im Kreis Warendorf und bot Jugendlichen eine eindrucksvolle Auseinandersetzung mit den Folgen von Drogenmissbrauch.

Eingeladen waren die weiterführenden Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet. Der überwiegende Teil nahm das Angebot wahr und schickte seine Schülerinnen und Schüler auf eine außergewöhnliche Reise durch die Welt der Suchtprävention.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die bewegende Geschichte der Jugendlichen Petra und Marcel. Während ihres Rundgangs erleben die Besucher Schritt für Schritt, wie erste Kontakte mit Drogen in eine Abhängigkeit führen können – mit tragischen Konsequenzen. Marcel stirbt schließlich an einer Überdosis. Die Geschichte wird in aufwendig gestalteten Erlebnisräumen mit modernster Multimedia-Technik, Licht- und Toneffekten sowie interaktiven Elementen eindrucksvoll erzählt.

Insgesamt verfügt der Zug über sechs Waggons, von denen vier zu multimedialen Erlebniswelten umgebaut wurden. Mithilfe von Simulationen, virtuellen Anwendungen und realitätsnahen Szenarien erfahren die Jugendlichen, wie Drogen Körper und Psyche verändern und welche Folgen eine Suchterkrankung für Betroffene und ihr Umfeld haben kann. Ziel ist es, die Besucher emotional zu erreichen und sie für die Risiken von Drogen zu sensibilisieren.

Landrat Dr. Olaf Gericke unterstrich bei seinem Besuch die Bedeutung solcher Präventionsangebote. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlich intensiv über den Umgang mit Drogen diskutiert werde, sei es wichtig, jungen Menschen Orientierung zu geben. Schulen seien ein Spiegelbild der Gesellschaft und deshalb ein zentraler Ort, um Präventionsarbeit zu leisten. Außerschulische Lernorte wie der „Revolution Train“ könnten dabei helfen, Jugendliche auf Augenhöhe anzusprechen und ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen.

Unterstützt wird das Projekt im Kreis Warendorf unter anderem von der Sparkasse Münsterland Ost. Vorstandsmitglied Peter Scholz zeigte sich überzeugt vom Konzept: Wer Inhalte selbst erlebt, nehme sie nachhaltiger wahr. Genau darin liege die besondere Stärke des „Revolution Trains“.

Neben den multimedialen Erlebnisstationen bot das Projekt auch Raum für persönliche Gespräche. In einem separaten Waggon standen Suchtexperten sowie Betroffene für Fragen zur Verfügung. Jugendliche konnten dort ihre Eindrücke verarbeiten, sich informieren und offen über das Thema Sucht sprechen.

Die Resonanz fiel durchweg positiv aus. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich von der realistischen Darstellung tief beeindruckt. Zahlreiche Gespräche nach dem Rundgang machten deutlich, dass der Zug nicht nur informiert, sondern zum Nachdenken anregt und nachhaltige Eindrücke hinterlässt.

Mit einer Kapazität von bis zu 3.500 Besucherinnen und Besuchern pro Tag zählt der „Revolution Train“ zu den größten mobilen Präventionsprojekten Europas. Sein Ziel ist klar: Jugendliche frühzeitig über die Gefahren von Drogen aufzuklären und sie dabei zu unterstützen, verantwortungsbewusste Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen.

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