Warendorf/Wilhelmshaven – Eine Woche nach seinem Heimwettkampf in Sassenberg, bei dem Sascha Thiel nicht selbst an der Startlinie stand, sondern als Verantwortlicher für die Laufstrecke in der Organisation im Einsatz war, durfte der Triathlet beim Nordseeman am 9. August 2026 wieder selbst ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Mit einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg und 13 Minuten Vorsprung setzte Thiel dabei ein deutliches Ausrufezeichen auf seiner Vorbereitung zur Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii.
Der Wettkampf über die Mitteldistanz diente für Thiel vor allem der Standortbestimmung zwischen der Langdistanz in Hamburg im Juni und dem großen Saisonhöhepunkt auf Hawaii am 10. Oktober. Entsprechend wichtig war nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Frage, wie sich Form und Leistungsfähigkeit auf den einzelnen Disziplinen präsentieren würden.
Die äußeren Bedingungen spielten dabei mit. Die Schwimmstrecke führte über 1,9 Kilometer durch das Hafenbecken. Thiel absolvierte die erste Disziplin in knapp unter 26 Minuten und schuf damit die Grundlage für einen erfolgreichen Wettkampftag.
Auf dem Rad wartete eine schnelle und flache Strecke über fünf Runden. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 41 km/h bewältigte Thiel die ca. 90km in starken 2:12 Stunden. Dabei gelang es ihm, das Tempo hochzuhalten, ohne die Kräfte für den abschließenden Halbmarathon zu früh zu verpulvern.
Auch auf der Laufstrecke zeigte sich, dass die Renneinteilung aufging. Über vier Runden führte der Kurs teilweise über den Deich. Den abschließenden Halbmarathon absolvierte Thiel in 1:21 Stunden. „Kontrolliert gelaufen“, lautete anschließend seine Einschätzung – ein Zeichen dafür, dass trotz des hohen Tempos noch genügend Reserven vorhanden waren.
Nach insgesamt 4:04 Stunden überquerte Sascha Thiel als Sieger die Ziellinie. Der Vorsprung von 13 Minuten unterstrich die Dominanz des Tages. Gleichzeitig war der Wettkampf für den Athleten weit mehr als nur ein weiterer Sieg: Die Leistungsdaten bestätigten, dass die Vorbereitung in Richtung Hawaii auf dem richtigen Weg ist.
Die Marschroute hatte Coach Mario Schmidt-Wendling vor dem Rennen klar vorgegeben: „Spaß haben und mutig agieren.“ Genau das setzte Thiel erfolgreich um. Er ging das Rennen offensiv an, blieb dabei aber kontrolliert und konnte am Ende einen überzeugenden Gesamtsieg feiern.
Ein besonderes Lob richtete sich nach dem Wettkampf auch an die Veranstalter und Helfer. Der Nordseeman überzeugte mit einer guten Organisation und bot einmal mehr das Bild einer engagierten, ehrenamtlich getragenen Triathlonveranstaltung. Für die Athleten bedeutete das optimale Bedingungen, um sich auf den Sport konzentrieren zu können.
Nach dem erfolgreichen Auftritt ist die Motivation bereits groß: Die Titelverteidigung beim Nordseeman 2027 ist laut Thiel schon in Planung. Zunächst richtet sich der Blick jedoch auf das große Ziel der Saison. Bis zum 10. Oktober gilt die volle Konzentration der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. Der Nordseeman hat gezeigt: Die Form stimmt.













