Sassenberg plant Millioneninvestitionen in Schulen, Sport und Infrastruktur
Hesselstadt plant Zukunftsinvestitionen – Land soll Kommunen stärker unterstützen
Sassenberg - Der Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen, Investitionen in Sportstätten sowie Infrastrukturmaßnahmen von der Feuerwehr bis zur Wirtschaftswegesanierung gehören zu den größten Herausforderungen im aktuellen Sassenberger Haushalt. Wie diese Vorhaben finanziert werden können und welche Unterstützung vom Land Nordrhein-Westfalen möglich ist, besprachen Bürgermeister Josef Uphoff und der CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier bei ihrem jährlichen Austausch. Ebenfalls dabei waren die CDU-Fraktionsvorsitzende Sandra Brinkmann und ihr Stellvertreter Matthias Pries.
Zum Auftakt stellte Hagemeier die finanziellen Rahmenbedingungen vor: „Trotz angespannter Haushaltslage fließt mehr als jeder dritte Euro aus dem Landeshaushalt in die Kommunen – insgesamt rund 40 Milliarden Euro.“ Über das Gemeindefinanzierungsgesetz 2026 (GFG) erhalte die kommunale Familie etwa 16,8 Milliarden Euro, davon rund 2,3 Millionen Euro für Sassenberg. Zudem garantiere das Land Investitionspauschalen für die kommenden zwölf Jahre in Höhe von 27,6 Milliarden Euro, wovon etwa 7,1 Millionen Euro nach Sassenberg fließen sollen.
Bürgermeister Uphoff betonte die Bedeutung langfristiger Planungssicherheit: „Angesichts der Vielzahl an Aufgaben brauchen wir Investitionssicherheit.“ Als Beispiel nannte er den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an den Grundschulen. Für Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen an den drei Sassenberger Grundschulen kalkuliere die Stadt aktuell mit einem Investitionsvolumen von rund 12 Millionen Euro.
Landtagsabgeordneter Hagemeier unterstrich, dass Bildung weiterhin oberste Priorität für die Landesregierung habe. „Mit über 43,5 Milliarden Euro bleibt Bildung der größte Einzelposten im Landeshaushalt 2026.“
Neben Bildungsthemen ging es auch um Infrastruktur und Sicherheit. Uphoff regte an, zusätzliche Pauschalen für den Katastrophenschutz zu prüfen. Gerade bei der Ausstattung der Feuerwehr entstünden für Kommunen hohe Kosten. Auch bei der Sanierung der Wirtschaftswege sieht der Bürgermeister Verbesserungsbedarf. „Mit 147 Kilometern Wegstrecke können wir keine komplette Grundsanierung leisten. Förderfähige, kostengünstige Verfahren wären hier eine große Hilfe.“
Ein weiteres Thema war die Sportförderung. In Sassenberg stößt die sogenannte „Sportmilliarde“ des Bundes, ergänzt um eine weitere Milliarde des Landes NRW, auf große Zustimmung. Fördermöglichkeiten erhofft sich die Stadt unter anderem für die Sanierung der Kunstrasenplätze, ein geplantes Soccer-Feld in Füchtorf sowie das Pumptrack-Projekt im Brook. „Gerade im ländlichen Raum sind solche Sportanlagen wichtige Treffpunkte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betonte Matthias Pries.
Daniel Hagemeier sicherte seine Unterstützung für die Projekte zu und hob die Bedeutung der Vereinsarbeit hervor. Auch CDU-Fraktionsvorsitzende Sandra Brinkmann betonte, dass Kooperationen mit Vereinen besonders beim Ausbau der Offenen Ganztagsbetreuung hilfreich sein könnten.
Ein gemeinsames Fazit der Gesprächsrunde: Angesichts der finanziellen Herausforderungen sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Rat sowie Landes- und Bundesebene wichtiger denn je. Hagemeier: „Die aktuellen Engpässe lassen sich am besten überwinden, wenn wir gemeinsam für die Bürgerinnen und Bürger arbeiten.“













