Selbstreguliertes Lernen im Fokus
Bildungstagung setzt Impulse für die Schulentwicklung
Warendorf – Wie können Kinder lernen, eigenverantwortlich und motiviert zu lernen? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt einer Bildungstagung, die unter dem Motto „Selbstreguliertes Lernen“ im Kreis Warendorf stattfand. Rund um die Keynote von Prof. Dr. Ferdinand Stebner von der Universität Osnabrück kamen Expertinnen und Experten aus Schule, Verwaltung und Jugendhilfe zusammen, um zukunftsweisende Bildungsansätze zu diskutieren.
In seiner Eröffnungsrede betonte Prof. Stebner die Bedeutung der Selbststeuerung für den Lernerfolg: „Wer selbstgesteuert lernt, lernt nachhaltiger – und mit mehr Freude.“ Dabei verwies er auf aktuelle Forschungsergebnisse und konkrete Praxisbeispiele.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter*innen aus Schule, Jugendhilfe und Verwaltung – darunter Elisabeth Bollmann (Schulamt), Kai John (Jobcenter), Sabine Senkbeil (Brüder-Grimm-Schule) und Prof. Stebner selbst – über die Herausforderungen und Chancen in der Umsetzung selbstregulierten Lernens. Im Zentrum standen Fragen wie: Welche Rahmenbedingungen braucht es? Wie gelingt die Zusammenarbeit verschiedener Akteure?
Workshops am Puls der Praxis
In zwei Workshop-Phasen konnten die Teilnehmenden zwischen verschiedenen Themen wählen: von der Etablierung von Lernbegleitung an Grundschulen über Leseförderung und mathematische Kompetenzentwicklung bis hin zu Methoden aus der positiven Psychologie oder dem Sprachhelfernetzwerk. Die praxisnahen Formate boten Raum für Austausch und konkrete Impulse für den Schulalltag.
Ein besonderes Augenmerk galt dem Zusammenspiel zwischen Schulen und Lernbegleitung im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) – ein Thema, das auch mit Blick auf Bildungsgerechtigkeit an Bedeutung gewinnt.
Ein Tag voller Impulse
Die Tagung verdeutlichte: Selbstreguliertes Lernen ist kein Selbstläufer – aber mit der richtigen Unterstützung, Zusammenarbeit und Haltung kann es gelingen. Der Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Verwaltung war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer lernförderlichen Schulkultur im Kreis Warendorf.













