5. Dezember 2022 / Allgemein

Sogar der Nikolaus war da

Weihnachtsplätzchen und Wintersonntag lockten viele Besucher in die Stadt

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Sogar der Nikolaus war da

Weihnachtsplätzchen und Wintersonntag lockten viele Besucher in die Stadt

In früheren Jahren hieß er einmal „Wunschzettelsonntag“, der verkaufsoffene Sonntag im Advent. Er ermöglicht es den Menschen, bequem und entspannt durch die Warendorfer Altstadt zu bummeln, sich zu informieren und (nicht nur) begehrte Weihnachtsgeschenke und -überraschungen anzuschauen, aus- oder anzuprobieren und zu kaufen. Lokal, beim Händler vor Ort. Und nicht bei den großen Versendern, die Tag und Nacht, rund um die Uhr, gute Geschäfte machen. Ohne dass die Gewerkschaft ver.di ihnen „zur Rettung des heiligen Sonntags“, die Geschäfte verbietet, mit denen sie langfristig den stationären lokalen Handel seiner Existenz berauben werden. Ein Sonntag also, der gleichermaßen auf dem Wunschzettel der Händler, aber auch der Einkaufenden steht. Ein Familiensonntag.

Der war in diesem Jahr ein ganz besonderes Highlight, denn nach den strengen Regelungen der Pandemie, empfanden es die allermeisten Besucher als wohltuend, die weihnachtliche Vorfreude ohne allzu große Vorsicht erleben zu dürfen. Die Warendorfer Fußgängerzone war gut besucht, aber dabei nicht übervoll.

Dabei gab es weitere Ziele für die Besucher, die so pünktlich um 13:00 Uhr in die Altstadt strömten, dass alle nahegelegenen Parkplätze umgehend voll waren. Denn außer den geöffneten Geschäften lockten zwei Attraktionen in die Altstadt, die in ihrer Besonderheit viel vom Charme der Emsstadt verraten.

Zum einen der liebevoll „Warendorfer Weihnachtswäldchen“ genannte Weihnachtsmarkt, der als kleiner Wald auf Zeit mit seinen kunsthandwerklich orientierten Waren fernab des großen Kommerzes anderer Weihnachtsmärkte liegt. Mit vielen kleinen Veranstaltungen rundherum, sowie den schmackhaften Kulinaria nebst wohltuendem Glühwein, ist er Ziel, Pausenstation und Treffpunkt zugleich. „Geh’n wir erst ins Wäldchen?“, Geh’n wir später gemeinsam ins Wäldchen?“ und „Geh’n wir gleich nochmal ins Wäldchen?“ sind drei Fragen, die heute nachmittag genau so zu hören waren.

Die weitere Attraktion lag im kulturell vielfältig angehauchten Ostviertel, auch Pferdeviertel genannt, das von den Besuchern – auch von Einheimischen – leider noch immer sträflich vernachlässigt wird. Obwohl sich genau hier die Schönheit der Altstadt erst richtig erleben lässt, weil der Charme von Kunst, Antiquitäten, Museen, der besonderen Atmosphäre des ehemaligen Klosters und der beschaulichen Klosterkirche eine Ausstrahlung haben, die man tief in sich eindringen lassen kann. Ähnlich tief drang am zweiten Adventssonntag leider auch die Kälte in die Haut der Menschen ein, so dass vielfach der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt den „Weihnachtsplätzchen“, so der Name der Aktion im Ostviertel, vorgezogen wurde. Dabei waren Konzert, Papiertheater und vieles mehr, was an diesen versteckten Plätzchen geboten wurde, wert gesehen und erlebt zu werden. Auch weil die Einnahmen aus verschiedenen Aktionen dem Warendorfer Frauenhaus zugute kommen sollen. Vielleicht gelingt es den Machern ja, die Aktion, die nicht vom verkaufsoffenen Sonntag wegzudenken ist, in ähnlicher Form auch in den Sommer zu legen und dem geschmähten Ostviertel damit einmal mehr jene Bohème zu schenken, die ihm gut zu Gesicht stehen würde.

Sein Gesicht gut versteckt hatte auch der Nikolaus, der an der Stilmacherei Kinder beschenkte. Eigentlich ist es am 4. Dezember ja noch gar nicht soweit, dass er die Welt besucht. Aber den verkaufsoffenen Sonntag in Warendorf, wo sogar ein lebender Baum durch die Straßen zog, wollte er sich nicht entgehen lassen. Er kommt auch noch einmal wieder, so wie es sich gehört: Während er heute nur auf einem Holzschlitten angereist war, kommt er am 6. Dezember in einer Kutsche des Landgestüts auf dem Laurentiuskirchplatz vorgefahren.

Auch der Round Table Warendorf, der heute an der Goldschmiede Büttner seine neues "Gastronomie Quartett" und Waffeln für einen guten Zweck verkaufte, weist auf einen weiteren Termin hin: Am 3. und 4. Adventswochenende wollen sie von 10 bis 16 Uhr auf dem Gelände der in Winterpause befindlichen Gärtnerei Schulze-Eckel an der B475 für einen guten Zweck Weihnachtsbäume verkaufen.

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