21. Juni 2024 / Allgemein

Sonderzug „Revolution Train" macht Station in Ennigerloh

Für NRW-Schulministerin Dorothee Feller ist Suchtprävention wichtiges Thema

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Sonderzug „Revolution Train" macht Station in Ennigerloh

Für NRW-Schulministerin Dorothee Feller ist Suchtprävention ein wichtiges Thema

Ennigerloh. Diese Woche machte der „Revolution Train", ein multimedialer Präventionszug, Station in Ennigerloh. Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche eindringlich und interaktiv über die Gefahren von Drogenmissbrauch aufzuklären. Eingeladen waren alle weiterführenden Schulen des Kreises Warendorf, von denen der überwiegende Teil an dem Projekt teilnahm. Organisiert wurde das Projekt von Franziska Ruhe vom Amt für Jugend und Bildung des Kreises Warendorf. Der silberne Zug mit der auffälligen Beschriftung war übrigens zum ersten Mal in Deutschland.

Der Autor des Projektes, Pavel Tuma, rief den Anti-Drogen-Zug aufgrund eigener negativer Erfahrungen im Freundeskreis ins Leben. Am Mittwoch besuchte die NRW-Schulministerin Dorothee Feller Ennigerloh, um sich ein persönliches Bild von dem Projekt zu machen. Gezeigt wurde das tragische Leben der Jugendlichen Petra und Marcel, wobei Marcel an einer Überdosis starb.

„Wir erleben Zeiten, in denen Drogen legalisiert werden. Im Kreis Warendorf haben wir Sorge um unsere Jugend“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. Er lobte die Zusammenarbeit mit dem DRK, dem THW, der Feuerwehr und dem Kreissportbund, die Alternativen aufzeigen. Ebenfalls eingebunden war die gemeinnützige Gesellschaft für Jugendhilfe „Mindful“ aus Warendorf.

Dorothee Feller betonte, dass Schulen das Spiegelbild unserer Gesellschaft seien. „Die Legalisierung von Cannabis stellt uns vor große Herausforderungen. Die Devise lautet jedoch, dass Drogen an Schulen keine Akzeptanz haben.“ Außerschulische Lernorte seien wichtig, vor allem im Austausch mit der Jugend. „Hier können wir zeigen, dass Du auch in anderen Bereichen gut sein kannst.“

Sparkassenvorstand Peter Scholz, neben der DAK ein Sponsor des „Revolution Trains“, meinte: „Alles, was man selber erleben kann, verinnerlicht man auch. Und genau das kommt bei der Jugend an.“ Das sei auch der Grund, warum die Sparkasse das Projekt sehr gerne unterstützt habe.

Der Zug besteht aus sechs Waggons, von denen vier komplett für das Programm ausgestattet sind. Die Inneneinrichtung der Waggons wurde zu multimedialen Erlebnisräumen umgebaut, in denen die Besucher auf mehreren Ebenen die Geschichte einer Drogensucht erleben können. Die Schüler durchliefen verschiedene Stationen, die unterschiedliche Aspekte des Drogenmissbrauchs beleuchteten. Sie erfuhren beispielsweise, wie Drogen wirken, welche Folgen sie für Körper und Psyche haben und wie man in den Teufelskreis der Sucht gerät. Anhand von Simulationen und virtuellen Reality-Anwendungen konnten die Jugendlichen die Auswirkungen von Drogen auf ihre Wahrnehmung und ihr Verhalten selbst erleben. Dies soll ihnen helfen, die Gefahren von Drogenmissbrauch besser zu verstehen und eigene, bessere Entscheidungen zu treffen.

Neben den interaktiven Erlebnisstationen bot der „Revolution Train" auch Raum für Dialoge und Informationen. In einem gesonderten Waggon konnten sich die Besucher mit Suchtexperten und Betroffenen austauschen und Fragen stellen, unter anderem auch dann, wenn sie während der Präsentation ein eigenes, latentes Suchtpotenzial festgestellt hatten.

Die Resonanz auf den „Revolution Train" in Ennigerloh war durchweg positiv. Die Schüler zeigten sich beeindruckt von den multimedialen Präsentationen und den realistischen Darstellungen. „Der Train hat mich echt nachdenklich gemacht", sagte beispielsweise ein Schüler. „Ich habe jetzt viel besser verstanden, wie gefährlich Drogen sind und wie schnell man in die Sucht abrutschen kann."

Der „Revolution Train" ist ein innovatives und effektives Präventionskonzept, das Jugendliche auf Augenhöhe anspricht und ihnen wichtige Informationen zum Thema Drogenmissbrauch vermittelt. Bis zu 3500 Jugendliche können pro Tag durch den Revolution-Train geschleust werden. Die Eindrücke, die sie dort gewinnen, hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck - darin waren sich unter anderem Ennigerlohs und Warendorfs Bürgermeister Berthold Lülf und Peter Horstmann einig.

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