27. Januar 2021 / Allgemein

Telgte soll bis 2040 klimaneutral werden

Klimaschutzkonzeptes soll weiter gehen

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Telgte soll bis 2040 klimaneutral werden

Klimaschutzkonzeptes soll weiter gehen

Am Donnerstag (28. Januar 2021) wird der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt erstmals über die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2010 beraten. „Der Rat der Stadt Telgte hat im Sommer 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Mit der nun durch die Verwaltung vorgelegten Klimastrategie wollen wir bis zum Jahr 2040 die Klimaneutralität in unserer Stadt erreichen.“, so Bürgermeister Wolfgang Pieper.

Um diesen ehrgeizigen Plan erfolgreich umzusetzen, erfordert es in den kommenden Jahren noch erhebliche Anstrengungen: „Damit wir das Ziel des Pariser Klimaabkommens – die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C – erreichen, ist es zwingend notwendig, dass wir in vielen Bereichen in unserer Stadt an einer zukunftsweisenden Energieversorgung arbeiten sowie Energie effizient nutzen und einsparen.“, ist der städtische Klimaschutzmanager Marco Imberge überzeugt. „Jeder Telgter Bürger verursacht im Schnitt aktuell über 7 Tonnen CO2 pro Jahr. Damit wir klimaneutral werden, muss dieser Wert auf unter 1 Tonne pro Jahr sinken.“, erläutert er die Kraftanstrengung, die in den kommenden Jahren zu leisten ist. Imberge, sowie weitere Mitarbeiter der Verwaltung und Vertreter der Stadtwerke Ostmünsterland haben in einer Arbeitsgruppe unter Federführung des Grevener Beratungsbüros energielenker projects GmbH im vergangenen halben Jahr eine Klimastrategie erarbeitet, die nun den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt wird. „Als lokaler Energieversorger sehen wir uns als wegweisender Akteur der Energiewende und übernehmen somit Verantwortung für eine neue, grüne Energiewelt in unserer Region. Deshalb werden wir einen wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität leisten und die Stadt Telgte dabei unterstützen, ihre ambitionierten Ziele zu erreichen.“, so Winfried Münsterkötter, Mitglied der Geschäftsführung der Stadtwerke Ostmünsterland.

Dass der Klimawandel im Alltag bereits angekommen ist, macht sich nicht nur durch die Erinnerungen an die vergangenen viel zu trockenen und heißen Sommer bemerkbar. „Auch wenn wir davon ausgehen, dass für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen erhebliche Investitionssummen aufgewendet werden müssen, so verursacht die Erderwärmung doch auch heute schon Folgekosten bei der Stadt Telgte.“, unterstreicht Fachbereichsleiter Christian Korte. Er hat verwaltungsintern ausrechnen lassen, welchen Betrag die Stadt im vergangenen Jahr aufwenden musste, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Telgter Stadtgebiet zu bezahlen: „Es wäre unseriös, einen Wert auf den letzten Euro genau zu beziffern, da sich nicht alle Kosten unmittelbar den Auswirkungen des Klimawandels zuordnen lassen. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir in 2020 in etwa 144.000,- EUR an Haushaltsmitteln für Folgekosten des Klimawandels aufwenden mussten.“ Darin enthalten sind beispielsweise rund 36.500,- EUR zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners oder 70.000,- EUR an Mehraufwand zur Beseitigung vertrockneter städtischer Bäume und Sträucher. Dieses Geld hätte Korte nach eigener Aussage gern anderswo eingesetzt. „Wir wollen diese Zahl zukünftig jedes Jahr aufs Neue überprüfen und daran arbeiten, die Kosten des Klimawandels überschaubar zu halten. Dazu trägt die Klimastrategie bei.“

Bürgermeister Pieper ist davon überzeugt, dass es nur gemeinsam und parteiübergreifend gelingen kann, den Klimawandel zu verlangsamen oder zu ganz stoppen: „Wir haben in den letzten Jahren in Sachen Klimaschutz schon erhebliche Anstrengungen unternommen. Mit dem ehrgeizigen Ziel, Telgte bis 2040 klimaneutral zu machen, wollen wir die Klimastrategie mit Hochdruck umsetzen.“ In der Ausschusssitzung am Donnerstag soll zunächst die Politik über den aktuellen Status Quo sowie die Energiebilanz der Stadt Telgte informiert werden. In einem zweiten Schritt – voraussichtlich im März/April – sollen dann die einzelnen Maßnahmen der Strategie diskutiert und verabschiedet werden. „Wir haben diese Schrittigkeit bewusst so gewählt, damit den Ratsfraktionen bei diesen wegweisenden Entscheidungen ausreichend Zeit zur Beratung über die einzelnen Maßnahmen bleibt.“, erläutert Pieper das weitere Vorgehen.

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