4. Januar 2020 / Allgemein

Tiefblau ohne jegliche braune Schattierung

Jahreshauptversammlung der Warendorfer Feuerwehr

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Tiefblau ohne jegliche braune Schattierung

„Business as usual“ gibt es für die Feuerwehr normalerweise nicht. Von der viel zitierten Katze im Baum, über unterschiedlichste technische Hilfeleistungen, kleine und große Brände sowie leichten und schweren Unfällen, bis hin zu Katastrophen müssen die Kameradinnen und Kameraden jederzeit auf alles gefasst sein.

Da war die diesjährige Jahreshauptversammlung der Löschzüge 1 und 2 der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf eine willkommene Abwechslung, denn am Freitagabend gab es „business easy going“, ohne große Besonderheiten. Nachdem Einheitsführer, wie die Löschzugführer neuerdings heißen, Eddy Erpenbeck die Versammlung eröffnet und man der verstorbenen Kameraden gedacht hatte, verlas Schriftführer Michael Stählker das Protokoll der vorjährigen Versammlung, das er gemeinsam mit Noch-Schriftführer Alfons Kuhlmeier erstellt hatte. Letzterer schied in der Versammlung als Schriftführer aus und als Dank für viele Jahre wurde ihm ein kleines Präsent überreicht.

Ein weiteres „Urgestein“ trat ebenfalls von seinem Posten zurück: Helmut Merkentrup (81) hatte Stunden zuvor bei der Jahreshauptversammlung der Ehrenabteilung nach 18 Jahren den Vorsitz in die Hände von Günther Schlöpker gelegt und gab zum letzten Mal den Jahresbericht der Ehrenabteilung zur Kenntnis. Auch er erhielt von der Versammlung ein Präsent.

Nach zu erwartender Entlastung der Kassenführer gaben die Einheitsführer und ihre Stellvertreter einen Überblick über ihre jeweiligen Bereiche. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rahmenbedingungen stimmen, die Löschzüge 1 und 2 insgesamt gut ausgestattet und alles in allem auf einem sehr guten Wissensstand sind.

Die Statistik verzeichnet für 2019 insgesamt 267 Einsätze mit 3320 Einsatzstunden. Zudem 24 Dienstabende mit 2420 Ausbildungs- und Übungsstunden. Hinzu kamen Brandsicherheitswachen mit knapp 1200 Stunden und die vielen nicht erfassten Zeiten vieler Kameradinnen und Kameraden für Seminar- und Lehrgangsteilnahmen.

Als neuer Kassenprüfer wurde Martin Schlöpker auf zwei Jahre gewählt. Neuer Schriftführer an der Seite von Michael Stählker wurde Christoph Stella.

Jan Philipp Große Dreimann, Daniel Heitkemper, Andreas Giesbrecht und Anja Perdun wurden neu in die Feuerwehr aufgenommen. In die Unterstützungsabteilung traten Hannah Mehlis und Marina Aundrup ein. Acht Wehrleute haben die Löschzüge verlassen, davon sind zwei – Martin Stählker und Thomas Döhring – nach jeweils über 40 Dienstjahren in die Ehrenabteilung verabschiedet worden. Beide wurden entsprechend ihrer langjährigen Tätigkeit geehrt und erhielten Präsente.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden ebenfalls geehrt: Wayne Craggs, Liam Craggs, Christoph Buxbaum (10 Jahre), Michael Slomski (25 Jahre), Otto Höhne (40 Jahre) sowie Alfons Beckmann und der Ehrenwehrführer Hans-Joachim (Johnny) Cillessen für jeweils 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Nicht alle zu ehrenden konnten anwesend sein.

Zudem wurden für Ihre erfolgreiche Teilnahme beim Leistungsnachweis geehrt: Andreas Giesbrecht, Caroline Hagedorn, Christian Olk, Jana Schwienhorst, Fabian Tünte und Michael Wienker (1x); Alexander Pumpe und Marcel Schröder (3x); Marc Schlöpker (15x) und Andreas Schröder (35x).  Nicht alle zu ehrenden konnten anwesend sein.

In seiner jährlichen Ansprache an die Löschzüge griff Wehrführer Christof Amsbeck hörbar bewegt die Auswirkungen aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen auf die Feuerwehr auf. Er nahm die Querelen im deutschen Feuerwehrverband zum Anlass, ganz entschieden darauf hinzuweisen, dass Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit in der Feuerwehr keine Rolle spielen dürfen. Die Feuerwehr sei nicht nur Retter in der Not sondern eine gemeinschaftstiftende Organisation. In ihr habe Populismus keinen Platz und so wie die Feuerwehr darin geübt sei Entstehungsbrände zu bekämpfen, seien auch hier entstehende Brände zu bekämpfen Die Gefahrengemeinschaft Feuerwehr sei eine Frage der Haltung, in der Respekt tragendes Element sei.

Nach diesen von den Kameraden und Kameraden mit kräftigem Applaus unterstützten Worten berichtete Caroline Hagedorn, die nach einer 12-Stunden Schicht in Eile ohne Uniform zur Versammlung gestoßen war, über die neue Kinderfeuerwehr, die sich mit derzeit rund 15 Kindern und vier Betreuern in Gründung befindet. Neuanmeldungen sind bis zum 31. Januar unter kinderfeuerwehr.warendorf@feuerwehr-warendorf.de möglich. Sofern die Teilnehmerzahl 30 übersteigt, werde es eine Warteliste geben.

Am Ende der Versammlung kam es noch zu einer besonderen Ehrung. Burkhard Tovar wurde für seinen spontanen Einsatz in seiner persönlichen Nachbarschaft, in der er als „Löschgruppe Altstadt“ mit seinem Sohn Jannis spontan ein kleines Feuerchen bekämpft hatte, mit einer Gießkanne in tiefem feuerwehrblau überrascht.

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