Traditionelles Lauffest mit Breitenwirkung
44. Emsseelauf wieder mit grandioser Beteiligung
Zugegeben, es ist nicht jedermanns Sache, sich vormittags die Laufschuhe anzuziehen und dann, einfach so und nicht weil man vielleicht den Bus verpasst hat, fünf, zehn oder mit 21,1 Kilometern sogar einen halben Marathon zu laufen. Es ist allerdings erstaunlich zu sehen, wie viele Menschen dann doch Spaß an einer derartigen körperlichen Aktivität haben. Sogar bei einem Wetter, bei dem andere einfach nur ins Freibad gehen würden.
Die 544 Sportlerinnen und Sportler, die am Samstag ins Warendorfer Freibad kamen, hatten dabei primär weder Schwimmen noch Sonnenbaden im Sinn. Sondern Laufen. Auf den genannten Strecken. Und sie waren nicht alleine. Denn am Nachmittag folgten ihnen noch 150 Kinder und Jugendliche von U10 bis U16 sowie zwei große Gruppen Bambinis, von denen die Jüngsten überhaupt gerade scheinbar erst Laufen gelernt hatten. Ihre Strecken waren allerdings kürzer. Bei den beiden Schülerläufen wurden je 2,8 Kilometer absolviert und die Bambinis hatten immerhin 750 Meter zu absolvieren, was aber mit Begleitung mancher Eltern und streckenweise sogar auf Mamas oder Papas Arm dann doch vergleichsweise „locker“ funktionierte.
Wobei der 44. Warendorfer Emsseelauf der Warendorfer Sportunion bei durchaus herausfordernden Temperaturen stattfand. Hatte es nachts noch geregnet und am frühen Morgen auch noch gewittert, lichtete sich die immer dünner werdende Wolkendecke schließlich ganz und der Himmel erstrahlte im besten Freibadwetter. Das Bürgerbad Emsinsel hätte sich an diesem Samstag auch ohne Schwimmer gefüllt. Anlässlich des Emsseelaufes konnten sich die, die nur zum Schwimmen hierher gekommen waren, zusätzlich freuen, denn am Samstag war der Eintritt für alle frei. Volles „Haus“, beste Stimmung – der Emsseelauf hat ohnehin in jedem Jahr eine besondere Atmosphäre und das war auch 2024 nicht anders.
Die Ausstrahlung des Laufs, dessen 21,1 und 10 Kilometerstrecken amtlich vermessen und DLV bestenlistenfähig sind, ist riesig, Große Gruppen, darunter der BHD Land und die Kreisverwaltung, trafen sich zum 5 Kilometer Jedermannlauf. 820 Voranmeldungen hatten die Organisatoren insgesamt erhalten, doch kurz vorm geplanten Start des ersten Laufs, dem Halbmarathon, stand vorm Anmeldungszelt noch eine rund 40 Meter lange Schlange, an die sich immer wieder Läuferinnen und Läufer anschlossen. Die Folge war ein um zahlreiche Minuten verschobener Start – die weiteren Läufe beeinflusste das nur unmerklich. Negative Reaktionen waren ohnehin keine zu erwarten, denn die Stimmung der bestens organisierten Veranstaltung, für die auch in diesem Jahr wieder mehr als 60 Helferinnen und Helfer ihre Freizeit geopfert haben – viele davon für die Vorbereitungen bereits seit Wochen – war großartig. Die Sportler konnten sich über eine gute Versorgung freuen, für die das Warendorfer Josephs-Hospital verantwortlich zeichnete. Auch die Besucher fanden ein gutes und günstiges Catering vor, allenfalls die Plastikgabeln für den Kuchen waren nicht mehr zeitgemäß. Für den Fall der Fälle – der tatsächlich auch eintrat – stand der Malteser Hilfsdienst als erste Rückendeckung bereit.
Die Starts der ersten Läufer übernahm nicht zum ersten Mal Doris Kaiser, Warendorfs Stellvertretende Bürgermeisterin, Kuratorin des unterstützenden Josephs-Hospitals und zum 11. Mal Schirmherrin der Veranstaltung. Hermann-Josef Becker moderierte in diesem Jahr nicht mehr und begab sich stattdessen auf die 10 Kilometer Strecke. Die Moderation übernahm gekonnt und bewährt Miriam Hermes, unterstützt von Niklas Polomka, der gut mit dieser Aufgabe zurecht kam.
Die Sportler auf den Siegertreppchen konnten sich über gute Zeiten freuen. Beim Halbmarathon lagen bei den Männern Ludger Schoer, LG Deiringsen, Dennis Schoon, TV Georgsmarienhütte und Manuel Schneider, Miele - TCP Warendorf, vorne. Die schnellsten Frauen waren Mila Primke, kein Vereinseintrag, Pia Kleine Vorholt, TV Georgsmarienhütte und Carolin Bovenschulte, TV Georgsmarienhütte. Schnellster männlicher Teilnehmer beim 10 Kilometerlauf war Sascha Schücker, AVENTUS GmbH & Co. KG, schnellste Frau Manuela Koch, die ohne Vereinsnennung antrat.













