Traum vom neuen Scala-Kino 2.0 geplatzt
Johannes Austermann zieht Bauabsichten auf dem Brinkhaus Areal zurück
Warendorf – Die Pläne für den Neubau eines Scala Filmtheaters auf dem Brinkhaus-Gelände werden nicht weiterverfolgt. Betreiber Johannes Austermann hat das Projekt aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt. Trotz intensiver Vorbereitungen und enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sieht er keine Möglichkeit, das Vorhaben im gewünschten Rahmen rentabel umzusetzen.
Johannes Austermann wollte mit dem neuen Kino einen einzigartigen Ort schaffen, der die besondere Atmosphäre des Scala Filmtheaters widerspiegelt. "Das Scala ist ein Kino mit Charme und nostalgischer Klasse. Diese besondere Ausstrahlung sollte auch das neue Kino auf der Emsinsel haben, nur viel größer. Ein solches Vorhaben mit Liebe zum Detail umzusetzen, ohne dabei ständige Kompromisse eingehen zu müssen, wäre wirtschaftlich nicht tragfähig gewesen. Ich wollte nicht einfach irgendein Kino bauen", so Austermann.
Bürgermeister Peter Horstmann zeigt sich betrübt über den Rückzug: "Es ist natürlich bedauerlich, dass diese Option nun vom Tisch ist. Wären alle Rahmenbedingungen passend gewesen und hätte auch die Politik den Weg mitgetragen, hätte das Projekt Warendorf weit über die Stadtgrenzen hinaus ins Rampenlicht gerückt. Wir wissen, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung mit Spannung verfolgt haben. Jetzt müssen wir akzeptieren, dass Johannes Austermann sich zurückzieht. Wir danken ihm für sein Engagement und seine Weitsicht, gemeinsam mit der Stadt eine solche Investition zu durchdenken."
Die Stadt Warendorf hatte bereits begonnen, das Brinkhaus-Gelände sowohl mit als auch ohne Kino zu planen. Als Eigentümerin des Areals ist sie eng in die städtebauliche Entwicklung eingebunden und kann flexibel auf neue Möglichkeiten reagieren. "Die Idee von Johannes Austermann zeigt das große Potenzial dieses zentral gelegenen Geländes. Auch wenn das Kino-Projekt nun nicht umgesetzt wird, bleibt die Vision einer attraktiven und zukunftsfähigen Nutzung bestehen. Dies ist ein wichtiges Beispiel dafür, wie Stadt und Investoren in den kommenden Jahren zusammenarbeiten können", betont Horstmann.
Trotz des Stopps für den Neubau bleibt das Scala Filmtheater ein wichtiger Bestandteil der Warendorfer Kulturlandschaft. Johannes Austermann prüft nun gemeinsam mit der Stadt alternative Entwicklungsmöglichkeiten, um den Kinostandort langfristig zu sichern und auszubauen.
Die Stadt Warendorf bleibt ihrem Ziel treu, das Brinkhaus-Gelände als zukunftsfähigen, lebenswerten Raum mit Vorbildfunktion zu gestalten – funktional, architektonisch integriert und mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger.













