Planfeststellungsverfahren für Ortsumgehung Warendorf gestartet
Trotz Widerstand: B64n-Verfahren in Warendorf beginnt
Warendorf – Das Planfeststellungsverfahren für den umstrittenen Neubau der Ortsumgehung Warendorf im Zuge der B64n nimmt offiziell Fahrt auf. Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen – Straßen.NRW – hat jetzt den Antrag sowie sämtliche Plan- und Fachunterlagen bei der Bezirksregierung Münster eingereicht. Damit ist das Verfahren formell eingeleitet.
Die Bezirksregierung Münster prüft nun als zuständige Planfeststellungsbehörde unter anderem, ob die Unterlagen vollständig sind und ob sie für eine öffentliche Auslegung bereit sind. Erst danach beginnt die Beteiligung der Öffentlichkeit. Dann können Bürgerinnen und Bürger, Träger öffentlicher Belange sowie Umwelt- und Naturschutzverbände die Pläne einsehen und schriftlich Stellung nehmen.
Das Infrastrukturprojekt sorgt seit Jahren für Diskussionen. Besonders in Warendorf stößt die bisherige Planung auf Widerstand – der Stadtrat hatte sich in einer Resolution klar gegen die derzeit vorgesehene Trasse ausgesprochen. Dennoch werden alternative Vorschläge aktuell nicht mehr geprüft. Grund dafür ist eine kurzfristige Entscheidung des damaligen Bundesverkehrsministers Volker Wissing, der Anfang Mai – kurz vor seinem Amtsende – überraschend grünes Licht für das Projekt gab.
Wann genau die Unterlagen öffentlich ausgelegt werden, steht noch nicht fest. Sobald die Bezirksregierung Münster die Auslegungsreife bestätigt, wird ein Zeitraum bekannt gegeben, in dem die Beteiligung erfolgen kann.













