10. Juni 2022 / Allgemein

Unbürokratische Hilfe

DEULA unterstützt Flüchtlinge in Milte

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Unbürokratische Hilfe

DEULA unterstützt Flüchtlinge in Milte

Aus der Zeitung hatte Dieter Terörde erfahren, dass die DEULA Westfalen-Lippe geflüchtete Menschen unterstützt. Gerade das Schicksal der Kinder von Flüchtlingsfamilien beschäftigt den Familienvater aus Milte. Denn auch in seinem Dorf sind Familien aus dem Irak und aus der Ukraine untergebracht. Das Bildungszentrum im Warendorfer Norden hatte einer Flüchtlingsunterkunft in Telgte internetfähige PCs zur Verfügung gestellt, damit die Kinder dort lernen und ihre Eltern via Skype Kontakt zu ihren Familien in ihren Herkunftsländern halten können. Das könnte doch auch in seinem Dorf helfen, dachte sich der Milter und nahm das Telefon zur Hand.

„Ich habe einfach mal gefragt, ob die DEULA auch die Milter Flüchtlingsfamilien unterstützen würde. Denn die Kinder lernen immer mit den Handys ihrer Eltern und das ist eine Vollkatastrophe!“ Dieter Terörde hatte über das „Familiendorf Milte“, den Arbeitskreis Milter Bürger und bei ehrenamtlichen Helfern erfahren, wie groß der Bedarf an internetfähigen Computern wirklich ist: Kinder aus mindestens acht in Milte untergebrachten Familien müssen regelmäßig Sprachunterricht und Hausaufgaben online machen. Sie tun dies aber mehr schlecht als recht auf einem Handy oder sie teilen sich einen geliehenen Laptop. Zum richtigen Lernen wäre ein PC pro Familie schon sinnvoll, hieß es von den Ehrenamtlern, die sich in Milte um die geflüchteten Menschen kümmern. In dem Ausbildungszentrum für grüne Berufe reagierte die IT-Abteilung prompt auf Terördes Anfrage und stellte neun internetfähige Rechner mit Bildschirm, Headset, Webcam und Tastatur zur Verfügung: „Headset, Tastatur und Webcam sind neu, die anderen Komponenten haben wir noch in unserem Bestand gehabt. Aber alles funktioniert einwandfrei“, versichert der DEULA-Netzwerkspezialist Rainer Klöpper. „Und falls es mit der Installation Probleme geben sollte, kümmere ich mich nach Feierabend darum!“ 
An der Milter Grundschule wurden nur vier Tage nach der Anfrage von Dieter Terörde die Computer übergeben. Allein auf dem Gelände der Schule sind drei Flüchtlingsfamilien untergekommen. Vorsichtig, fast schüchtern und mit der Frage, ob sie irgendetwas unterschreiben müssen, nehmen die Menschen aus dem Irak und der Ukraine die Geräte entgegen. Martin Müller, der die Aktion für die DEULA koordiniert, winkt zur Erleichterung aller ab. „Das sind die letzten PCs, die wir noch im Bestand hatten. Ich bin sicher, dass sie hier gebraucht werden und weiterhelfen.“ Und mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Mit Bürokratie haben wir es bei der DEULA nicht so.“ Das kann Dieter Terörde bestätigen: „Nachdem ich erklärt habe, wer die Computer bekommt und was damit geschehen soll, ging alles ganz unkompliziert. Und dass die Kollegen der DEULA uns die Geräte nach Feierabend noch vorbeibringen und sogar technische Unterstützung anbieten, ist nicht selbstverständlich. Wir Milter wissen das zu schätzen!“

DEULA unterstützt Flüchtlinge

Sorgten unbürokratisch für den Zugang zum Internet: Dieter Terörde  (Terörde Landtechnik, links) und Martin Müller (DEULA, rechts)

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