Versorgungszentrum des Josephs-Hospitals stellt Insolvenzantrag
Patientenversorgung bleibt gesichert
Warendorf – Das Medizinische Versorgungszentrum JO.MED MVZ mit Sitz in Warendorf hat Insolvenz angemeldet und ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Das Amtsgericht Münster hat dem Antrag auf Eigenverwaltung stattgegeben und eine vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Ziel ist es, das Unternehmen nachhaltig zu restrukturieren und eine langfristige Perspektive für Patienten, Mitarbeitende und Partner zu schaffen.
Medizinische Versorgung bleibt uneingeschränkt gewährleistet
Trotz des eingeleiteten Sanierungsverfahrens wird der Betrieb an den elf Standorten des MVZ uneingeschränkt fortgeführt. Patienten können weiterhin Sprechstunden und Behandlungen in Anspruch nehmen. „Unser Ziel ist es, JO.MED nachhaltig zu stabilisieren und für die Zukunft gut aufzustellen“, betont Geschäftsführer Dr. Dietmar Herberhold, der gemeinsam mit Peter Goerdeler die Restrukturierung leitet.
Ursachen der finanziellen Schieflage
In den vergangenen Jahren hat JO.MED MVZ seine Geschäftstätigkeit durch die Übernahme mehrerer Arztpraxen erweitert. Obwohl die Umsätze gestiegen sind, führten die gestiegenen Kosten der Expansion zu finanziellen Herausforderungen. Die Stiftung Josephs-Hospital Warendorf als Alleingesellschafterin konnte aufgrund eigener wirtschaftlicher Schwierigkeiten keine weitere Unterstützung leisten, sodass ein Sanierungsverfahren unausweichlich wurde.
Unterstützung durch Restrukturierungsexperten
Für die Restrukturierung erhält JO.MED Unterstützung durch die erfahrene Kanzlei AndresPartner. „Die Eigenverwaltung ist ein bewährtes Instrument, um Unternehmen erfolgreich neu auszurichten“, erklärt Dr. Claus-Peter Kruth, Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht. Er sieht JO.MED gut aufgestellt, insbesondere durch die hohe Qualifikation der Mitarbeitenden und die enge Kooperation mit dem Josephs-Hospital.
Zusätzlich begleitet Rechtsanwältin Dr. Ria Brüninghoff von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH das Verfahren als vorläufige Sachwalterin. Ihre Aufgabe ist es, die Fortführung der Praxen sicherzustellen und gleichzeitig die Interessen der Gläubiger zu wahren.
Mitarbeitende informiert – Gehälter gesichert
Die rund 100 Mitarbeitenden wurden über das Verfahren und die nächsten Schritte umfassend informiert. Ihre Gehälter sind für die kommenden drei Monate durch das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert. „Wir setzen alles daran, die Arbeitsplätze langfristig zu erhalten und die medizinische Versorgung der Region zu sichern“, so Dr. Herberhold.
Über JO.MED MVZ GmbH
Die JO.MED MVZ GmbH ist eine 100%ige Tochter der Stiftung Josephs-Hospital Warendorf und betreibt elf medizinische Versorgungszentren in der Region. Mit einem breiten Angebot ambulanter medizinischer und therapeutischer Leistungen leistet das MVZ einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung und arbeitet eng mit dem Josephs-Hospital sowie weiteren medizinischen Einrichtungen zusammen.













