15. Januar 2022 / Allgemein

Volksbank eG hält an guter Entwicklung fest

Überdurchschnittliches Kreditwachstum im zweiten Corona-Jahr

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Volksbank eG hält an guter Entwicklung fest

Auch im Jahr 2021 war die COVID-19-Pandemie das bestimmende Thema. Für die Volksbank eG fällt die vorläufige Bilanz trotzdem positiv aus: Das zweite Corona-Jahr brachte weiteres Wachstum, sowohl die Bilanzsumme als auch die Kundeneinlagen stiegen an. Besonders starkes Wachstum verzeichnete die Genossenschaftsbank bei den Kundenkrediten. 

Die Corona-Pandemie hat auch dem Jahr 2021 seinen Stempel aufgedrückt. Trotz dieser Herausforderung ist die Volksbank eG gut durch die vergangenen Monate gekommen. Die Bilanzsumme stieg um 3,3 Prozent auf 2,64 Mrd. Euro an (Vorjahr 2,56 Mrd. Euro) und die Kundeneinlagen kletterten um 1,9 Prozent auf 1,92 Mrd. Euro (Vorjahr 1,89 Mrd. Euro). „In Zeiten wie diesen zeigt sich, dass das Geschäftsmodell der Volksbank auf einem stabilen Fundament steht und Kunden und vor allem Mitgliedern Vorteile bietet. Wir verstehen uns diesen gegenüber als verlässlicher Partner, sowohl von Privat- als auch von Firmenkunden, für die wir in jeder Lebens- und Geschäftsphase ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner in allen Finanzfragen sein wollen“, sagt Vorstand Norbert Eickholt.  

Überdurchschnittlich gut fiel das Kreditwachstum im zweiten Corona-Jahr aus. Die Nachfrage bei Kundenkrediten stieg um 11,4 Prozent auf 1,88 Mrd. Euro. Im Vorjahr betrug das Wachstum 4 Prozent. Zusammen mit ihren genossenschaftlichen Verbundpartnern betreute die Volksbank eG zum Jahresende ein Kundenkreditvolumen von etwa 2,44 Mrd. Euro. Somit konnte die Volksbank eG einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 3,6 Mio. Euro erwirtschaften. „Mit diesem Ergebnis sind wir trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen zufrieden“, sagt Eickholt.

Regionale Wirtschaft robust

Auch die Zahlen im Bereich Firmenkunden haben sich 2021 positiv entwickelt. „Die regionale Wirtschaft hat sich im zweiten Corona-Jahr trotz Pandemie und Lieferengpässen als robust erwiesen, die Nachfrage überstieg in vielen Branchen das Angebot“, sagt Volksbank-Vorstand Martin Weber. Besonders hätten Handwerker und der Online-Handel profitiert. „Wir konnten praktisch keine Kreditausfälle der Bank feststellen“, so Weber.

Wie schon in Vorjahren hat sich auch im vergangenen Jahr das Baufinanzierungsgeschäft der Volksbank eG sehr erfreulich entwickelt. Die Kreditneuzusagen für Baufinanzierungen konnten gegenüber 2020 um etwa 20 Prozent von 179 Millionen Euro auf 214 Millionen Euro gesteigert werden. „Die Nachfrage nach Baufinanzierung bleibt ungebrochen auf einem sehr hohen Niveau“, sagt Weber. Die Steigerung der Kreditvergaben sei in erster Linie auf die erhöhte Nachfrage nach Baufinanzierung als auch auf die erhöhten Immobilienpreise zurückzuführen. Darüber hinaus nutzen professionelle Finanzierungsvermittler Baufinanzierungsplattformen, um digital für ihre betreuten Kunden die optimale Finanzierung bei der Volksbank eG zu generieren.

Digitalisierung beschleunigt sich

Derweil hat sich der Trend der Digitalisierung im Kundenverhalten weiter beschleunigt. „Die Nutzung unserer digitalen Serviceleistungen ist noch einmal angestiegen. Online-Banking ist mittlerweile in den meisten Altersgruppen unserer Kunden zum Standard geworden“, sagt Vorstand Weber. Gleichzeitig ist die Frequenz in den Filialen weiter zurückgegangen. Die Genossenschaftsbank reagiert darauf, indem sie an einigen Standorten Kooperationen mit der Sparkasse Münsterland Ost eingegangen ist. Beide Banken teilen sich Räumlichkeiten und können ihre Dienste damit wirtschaftlich anbieten. „Wir denken, dass wir damit eine gute Balance aus Nähe und Wirtschaftlichkeit gefunden haben“, ergänzt Eickholt. Mit dem neu eingerichteten Medialen Beratungscenter wurden die digitalen Kontaktmöglichkeiten noch einmal ausgebaut. So bietet das Mediale Beratungscenter neben der telefonischen Beratung nun auch die Videoberatung an, um Kunden bei ihren individuellen Bedürfnissen schnell und direkt zu helfen. 

Denn die Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und neue regulatorische Bestimmungen bedeuten weiterhin einen hohen Kostendruck und machen Strukturveränderungen unausweichlich, um die Leistungsfähigkeit der Bank für die Mitglieder und Kunden zu sichern und bedarfsgerecht anzupassen. 

Corona-Maßnahmen

Auch in 2021 hatten zahlreiche Schutzmaßnahmen Bestand, die bei Pandemieausbruch eingeführt wurden. So hat ein Notfallteam in regelmäßigen Abständen Maßnahmen beschlossen, um Kunden und Mitarbeitern vor Infektionen zu schützen und den Bankbetrieb, wie z. B. eine stabile Liquiditätsversorgung der Kunden sicherzustellen. Einzelne Filialschließungen über mehrere Wochen – wie im Frühjahr 2020 – waren somit nicht mehr notwendig. 

„In diesen schwierigen Zeiten mit Lockdown und Omikron-Ängsten möchten wir uns bei unseren Kunden und Mitgliedern für die Einhaltung unserer Hygienemaßnahmen bedanken“, sagt Vorstand Thomas Schmidt. Er könne verstehen, dass viele Menschen nach fast zwei Jahren pandemiemüde seien. „Doch der Schutz der Gesundheit hat für uns weiterhin oberste Priorität“, so Schmidt. Deshalb habe man sich auch im Dezember dazu entschlossen, die 3G-Regel bei Beratungsgesprächen einzuführen. Wer eine persönliche Beratung in einer der Filialen der Volksbank in Anspruch nehmen möchte, muss einen Nachweis erbringen, dass er aktuell gegen COVID-19 geimpft oder genesen ist. Alternativ wird auch ein negativer Bürgertest oder PCR-Test akzeptiert. 

Als regionale Bank setzt sich die Volksbank eG für die Menschen in der Region ein. Dazu hat die Bank 2021 Spenden aus Gewinnsparzweckerträgen in Höhe von rund 340.000 Euro an gemeinnützige Vereine und Organisationen im Geschäftsgebiet ausbezahlt. Zudem sind im vergangenen Jahr über die Plattform „Viele schaffen mehr“ die ersten Crowdfunding-Projekte erfolgreich zu Ende gegangen.

Ausblick auf 2022

In 2022 steht das Thema Mitgliedschaft im Mittelpunkt der Volksbank eG. Die Bank gehört den etwa 57.000 Mitgliedern, die Anteile an der Genossenschaft halten und damit über die Vertreterversammlung über den strategischen Kurs und die Dividende entscheiden. „Dieses einzigartige Modell wollen wir in diesem Jahr noch bekannter machen und die attraktiven Vorteile stärker hervorstellen“, sagt Vorstand Eickholt. Los geht es mit einer Baumpflanzaktion, bei der für jedes neue Mitglied ein Baum in der Region gepflanzt wird. „Dies versinnbildlicht unsere Werte wie Nachhaltigkeit oder Regionalität auf besonders gute Weise“, so Eickholt.

Entwicklung

Bild: Freuen sich über ein erfolgreiches Jahr 2021: Die Volksbank-Vorstände Thomas Schmidt, Martin Weber und Norbert Eickholt (v.l.). Foto: Volksbank eG

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