7. August 2025 / Allgemein

Volles Haus beim Bürgermeister-Triell in Füchtorf

Wahlkampfauftakt mit Herz, Inhalt und Humor

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Bild von links: Josef Obermeyer (Kolping), Daniel Benefader (Moderator), Christian Borgmann, Josef Uphoff, Johannes Philipper, Denise Freiwald (Moderatorin)

Volles Haus beim Bürgermeister-Triell in Füchtorf 

Wahlkampfauftakt mit Herz, Inhalt und Humor

Füchtorf - Mit einem voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus ist am Mittwochabend der Sassenberger Bürgermeisterwahlkampf offiziell eröffnet worden. Rund 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Füchtorf und Sassenberg nutzten die Gelegenheit, die drei Kandidaten Josef Uphoff, Johannes Philipper und Christian Borgmannerstmals gemeinsam auf der Bühne zu erleben.

Die Idee für das Bürgermeister-Triell stammt von Josef Obermeyer von der Kolpingfamilie Füchtorf, die zusammen mit Daniel Benefader und Denise Freiwald innerhalb kurzer Zeit ein ebenso informatives wie unterhaltsames Format auf die Beine stellte. Der Abend wurde mit einem Augenzwinkern eröffnet – inklusive „Herzblatt“-Vorstellungsrunde der Kandidaten durch die Moderatoren Denise Freiwald und Daniel Benefader.

Drei Persönlichkeiten, ein Ziel: Füchtorf und Sassenberg voranbringen
Josef Uphoff, Amtsinhaber seit 2002, verwies in seiner Rede auf seine langjährige Erfahrung und die positive Entwicklung der Stadt unter seiner Führung. Johannes Philipper (38) bezeichnete Kommunalpolitik als „Königsdisziplin“ und will mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam viel bewegen. Christian Borgmann (55) zeigte sich motiviert, „die Ärmel hochzukrempeln“ und neue Projekte anzupacken – als jemand, der gestalten und umsetzen will.

Sachthemen im Fokus: Tie, Baugebiete, ärztliche Versorgung
In der Fragerunde aus dem Publikum wurde deutlich, welche Themen den Füchtorfern unter den Nägeln brennen. Die Neugestaltung des „Tie“ und damit des Ortskerns, Wohnraumschaffung, sowie die ärztliche Versorgung standen im Mittelpunkt. Während Uphoff die Schaffung neuer Baugebiete gegenüber der Nachverdichtung bevorzugt, sprachen sich Philipper und Borgmann ebenfalls für Lösungen im Sinne der wachsenden Bevölkerung aus.

Auch der Wirtschaftsstandort Füchtorf/Sassenberg war Thema. Alle drei Kandidaten sehen die Notwendigkeit, weitere Gewerbeflächen zu entwickeln, um Unternehmen vor Ort langfristig zu halten. Wirtschaftsförderung sei Chefsache, betonten alle – Uphoff unterstrich, dass er jeden Betrieb kenne und wisse, „wo der Schuh drückt“.

Digitalisierung, Mobilität, Ehrenamt – Zukunftsthemen mit vielen Facetten
Beim Thema Digitalisierung punktete vor allem Johannes Philipper, der auf digitale Terminvergabe, besseren Bürgerservice und langfristig ein papierloses Rathaus setzt. Borgmann sprach sich für mehr Transparenz im Rathaus aus und brachte das Thema Veranstaltungshalle mit externer Beteiligung erneut auf den Tisch.

Auch der ÖPNV wurde kontrovers diskutiert: Das Stadtteilauto, Mitfahr-Apps oder ein potenzieller Bürgerbus sind bislang keine durchschlagenden Lösungen – das sehen alle Kandidaten ähnlich. Ehrenamt und Vereinsleben, insbesondere in Füchtorf, wurden durchweg positiv hervorgehoben. Borgmann lobte den starken Zusammenhalt im „Spargeldorf“.

Ein Abend mit Haltung, Herz und Fairness
Trotz teils unterschiedlicher Positionen verlief der Abend harmonisch und fair, mit respektvollem Umgang zwischen den Bewerbern. Am Ende durfte jeder Kandidat ein Schlusswort sprechen:

  • Josef Uphoff verwies auf seine 23-jährige Amtszeit und betonte seine Motivation für eine weitere Runde.
  • Johannes Philipper will gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestalten.
  • Christian Borgmann brennt für das Amt und will neue Ideen umsetzen.

Ein besonderes Highlight: Der Erlös aus dem Getränkeverkauf wird von der Kolpingfamilie an den Förderverein der Füchtorfer Grundschule gespendet – ein schönes Zeichen für gelebtes Miteinander.

Zum Schluss dankte Ideengeber Josef Obermeyer allen Beteiligten – den Kandidaten, den Moderatoren und dem engagierten Organisationsteam – für einen gelungenen Abend.

Am 14. September sind die Bürgerinnen und Bürger nun gefragt. Die Wahl entscheidet nicht nur über ein Amt – sondern über die Zukunft von Sassenberg und Füchtorf. Also: hingehen und mitgestalten!

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