Vom Marienbogen bis zum Trakehner: Geschichte trifft Gegenwart
Hagemeier und Schulze-Zumloh: Museen bleiben Orte der Aufklärung
Warendorf – Wie gelingt es, Erinnerungskultur auch für kommende Generationen lebendig zu halten? Mit dieser Frage beschäftigten sich jüngst der CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier und der Warendorfer CDU-Bürgermeisterkandidat Hermann-Josef Schulze-Zumloh bei einem Besuch im Westpreußischen Landesmuseum. Dort sprachen sie mit dem kommissarischen Leiter Martin Koschny über die Zukunft des Museums und die Chancen, Geschichte stärker mit der Gegenwart zu verknüpfen.
Koschny machte gleich zu Beginn deutlich, dass Häuser wie seines unverzichtbar bleiben: „Wenn wir uns entscheiden, das Thema Krieg und Vertreibung nicht mehr differenziert in Museen aufzuarbeiten, überlassen wir das Feld jenen, die es ideologisch instrumentalisieren.“ Umso wichtiger sei es, gerade junge Menschen für die Auseinandersetzung mit Krieg, Flucht und Vertreibung zu gewinnen.
Ein Schlüssel dafür sei die Museumspädagogik. „Wir sind auf einem guten Weg, diesen Bereich dauerhaft zu etablieren und so Kontinuität zu schaffen“, so Koschny. Trotz sinkender Zahl an Zeitzeugen sei das Interesse groß – insbesondere bei Nachkommen, die ihre familiären Wurzeln erkunden wollen.
Auch die stärkere Verknüpfung mit der Stadt Warendorf war Thema. Bürgermeisterkandidat Schulze-Zumloh sieht hier großes Potenzial: „Auf das Westpreußische Landesmuseum können wir stolz sein. Im Stadtmarketing schöpfen wir die Möglichkeiten bislang noch nicht aus.“ Als Beispiele nannte Koschny eine Ausstellung, die die Warendorfer Marienbögen mit der Marienverehrung in Westpreußen verbindet, oder Kooperationen rund um das Jubiläum des Warendorfer Landgestüts.
Für Daniel Hagemeier ist klar: „Wir haben in Warendorf einen hochkarätigen Museumsstandort mit 50-jähriger Geschichte im Zeichen der Erinnerungskultur.“ Umso wichtiger sei es, das Haus weiter zu öffnen – zur Stadt, in die Region und darüber hinaus.













