9. April 2019 / Allgemein

Vorbild in dieser Stadt

Energiesparen by ebbers

Modeerlebnishaus Ebbers,Warendorf,Klimaschutzoffensive,
Veröffentlicht am 9. April 2019 um 06:00 Uhr

Mit der Beleuchtung habe alles angefangen, erinnerte sich Christoph Berger vom Warendorfer Modeerlebnishaus Ebbers beim gestrigen „Klimafrühstück“ unter dem Motto: „Nachhaltig Energiekosten sparen: Das Modeerlebnishaus ebbers zeigt, wie’s gelingt“. Die von der IHK Ostbrandenburg, dem Handelsverband Berlin-Brandenburg sowie dem Handelsverband Deutschland (Klimaschutzoffensive) initiierte Veranstaltung fand im Rahmen der Klimaschutzoffensive des Handels statt. Dies ist eine vom Bundesumweltministerium geförderte Informations- und Unterstützungskampagne, die kleine und mittelständische Handelsbetriebe darin zu unterstützt, Energiekosten einzusparen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Darin haben Christoph Berger und das Modehaus Ebbers mittlerweile reichlich Erfahrung. „Wärme und Kälte sind allerdings wesentlich bedeutendere Faktoren bei der Energieeinsparung“, so Berger, der auch betonte, dass sich die Einsparmaßnahmen rechnen müssten. Der kaufmännische Aspekt sei zunächst Motor des Handelns.

Eines Handelns, das sich augenscheinlich lohnt. So führt der auf dem Dach des Gebäudes installierte Rotationswärmetauscher zu einer 50prozentigen Gasersparnis. Zu weiteren Einsparmöglichkeiten führt das Blockheizkraftwerk, das – zum Erstaunen einiger Teilnehmer – ebenfalls nicht im Keller sondern auf dem Dach installiert ist. Damit zeigte Berger zugleich auf, dass bei intelligenter Planung auch in Gebäuden aus dem 16. Jahrhundert zahlreiche Möglichkeiten vorhanden sind, mit Energieeinsparung zum Klimaschutz beizutragen. Vor allem dem Monitoring komme große Bedeutung zu, denn das Zusammenspiel der einzelnen Anlagen – z.B. der vernetzten Heiz-Lüftungsanlagen – sei im Endeffekt wichtiger als einzelne Werte. Und auch Verbraucher mit kleinen Wattzahlen solle man ins Auge fassen, da sich diese enorm summieren könnten, so Berger, dessen Ziel es bleibt, 50 Prozent weniger als der Durchschnitt zu verbrauchen. Was sportlich sei, denn der Durchschnitt sinke ja ebenfalls ständig.

Durch die umfangreichen Umbaumaßnahmen in den Bereichen Beleuchtung, Heizung, Klima und Raumluft sanken die Energiekosten, das Modehaus gewann an Verkaufsfläche hinzu und verbesserte die Aufenthaltsqualität für das Personal und die Kundschaft. In Zahlen ausgedrückt spart das Modeerlebnishaus Ebbers mit dem Energiekonzept jährlich 216.000 Kilowattstunden, 110 Tonnen CO2 und 34.000 Euro ein.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Jelena Nikolic, Projektmanagerin Klimaschutzoffensive, die zahlreichen Gäste begrüßt, darunter Thomas Schäfer, der den Handelsverband Westfalen-Münsterland vorstellte, Bürgermeister Axel Linke sowie Landrat Dr. Olaf Gericke, der lobende Worte für den Warendorfer Kaufmann fand. Christoph Berger habe gezeigt, wie man Ökonomie und Ökologie verbinde und Gutes für das Klima tun könne bei gleichzeitigen finanziellen Einsparungen. Damit habe er im Kreis Warendorf einige Ideen angestoßen, so Gericke, der Christoph Berger ein „Vorbild in dieser Stadt“ nannte.

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