Wanderausstellung „#StolenMemory“ in Warendorf eröffnet
Erinnerungen an NS-Opfer im Mittelpunkt
Warendorf - Auf dem Bahnhofsvorplatz in Warendorf wurde am Freitagvormittag die Wanderausstellung „#StolenMemory“ der Arolsen Archives offiziell eröffnet. Zur Eröffnung um 11 Uhr hatten das Bündnis „Warendorf zeigt klare Kante“ gemeinsam mit der Stadt Warendorf eingeladen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über die bewegende Ausstellung zu informieren.
Der Ausstellungscontainer ist noch bis zum 31. März täglich von 9 bis 19 Uhr frei zugänglich und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, innezuhalten und sich mit einem besonders persönlichen Teil der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.
Ralf Strangfeld, Sprecher des Bündnisses „Warendorf zeigt klare Kante“, begrüßte die Gäste und zeigte sich erfreut darüber, dass es gelungen ist, die international gezeigte Ausstellung nach Warendorf zu holen.
Auch Bürgermeister Peter Horstmann betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Erinnerungskultur: „Wir müssen den Willen haben, die Erinnerungen lebendig zu halten. Die Ausstellung erinnert uns an die grausamste Zeit unserer Vergangenheit. Die Geschichte der Opfer muss weiter erzählt werden und darf nicht vergessen werden.“ Gleichzeitig solle die Ausstellung ein Ort des Innehaltens und des Gedenkens sein.
Charlotte Meiwes von den Arolsen Archives freute sich darüber, dass „#StolenMemory“ nun auch in Warendorf Station macht. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen sogenannte „Effekten“ – persönliche Gegenstände von Opfern des Nationalsozialismus. Dabei handelt es sich um Dinge wie Eheringe, Uhren, Füller oder Brieftaschen mit Fotos, die Häftlingen bei ihrer Ankunft in Konzentrations- oder Zwangsarbeiterlagern von den Nationalsozialisten abgenommen wurden.
Die Kampagne „#StolenMemory“ der Arolsen Archives verfolgt das Ziel, diese Gegenstände an die Familien der Opfer zurückzugeben und so verlorene Erinnerungen wieder mit den Nachfahren zu vereinen.
Die Stadt Warendorf und Bürgermeister Peter Horstmann hoffen, mit der Ausstellung viele Menschen zu erreichen – insbesondere auch Schülerinnen und Schüler aus Warendorf und der Region. Die Ausstellung bietet ihnen die Möglichkeit, Geschichte auf eine sehr persönliche und bewegende Weise zu erleben.













